Bei der Keyword-Planung denken viele zuerst daran, wie der Titel formuliert und welche Inhalte auf der Seite platziert werden. Ein vorgelagertes Problem wird dabei oft übersehen: Gibt es für die Seite, die diesem Keyword entspricht, überhaupt interne Links, die auf sie verweisen? Wenn die Zielseite weder in der Navigation noch in Kategorieseiten oder verwandten Artikeln einen Einstiegspunkt hat, können Nutzer und Suchmaschinen sie selbst bei vollständigem Inhalt nur schwer mit dem Keyword verbinden. Interne Links sind keine Abschlussarbeit, die nach der Veröffentlichung nachgeholt wird. Sie sollten gemeinsam mit der Keyword-Planung angegangen werden.
Die folgenden Basis-Kennzahlen lassen sich ohne spezielle Tools prüfen und eignen sich für Betreiber von Unternehmenswebsites, um sie in der Planungsphase Punkt für Punkt durchzugehen.
1. Linkposition: Einstieg in Navigation, Kategorieseite oder Fließtext
Die Position eines internen Links bestimmt, wie gut er gesehen wird. Bei der Keyword-Planung sollte zuerst geprüft werden, ob die Zielseite über diese Arten von Einstiegen verfügt:
- Einstiege in der Hauptnavigation oder Kategorienavigation eignen sich für zentrale Geschäftsbegriffe und Kategorie-Keywords;
- Einstiege auf Kategorieseiten und Listenseiten eignen sich für Produkt- und Servicebegriffe;
- natürliche Links im Fließtext eignen sich für Long-Tail-Keywords und verwandte Fragen.
Das Beurteilungskriterium ist einfach: Öffnen Sie die Website und prüfen Sie, ob die Zielseite von der Startseite aus mit höchstens drei Klicks erreichbar ist. Wenn eine Seite, die einem Keyword entspricht, nur über die Suchfunktion gefunden werden kann, ist ihr interner Einstieg schwach. In der Planung sollte dann überlegt werden, in welcher Kategorie oder in welchem Fließtext ein Link ergänzt wird.

2. Ankertext: Passen Linktext und Keyword zusammen?
Der Ankertext sind die Wörter, die auf dem Link angezeigt werden. Bei der Keyword-Planung sind zwei Dinge zu prüfen: Beschreibt er den Inhalt der Zielseite, und entspricht er in der Bedeutung dem Ziel-Keyword?
Üblich ist: Navigation und Kategorie-Einstiege verwenden kurze, stabile Begriffe wie „Website-Wartung“. Links im Fließtext können natürlichere Formulierungen nutzen, etwa „Seiten, die vor der Veröffentlichung geprüft werden müssen“. Vermeiden Sie Links wie „hier klicken“ oder „mehr erfahren“. Solche Texte helfen Nutzern nicht bei der Orientierung und unterstützen auch die Keyword-Planung nicht.
Zu beachten ist: Mehr Ankertext ist nicht automatisch besser. Dasselbe Keyword immer wieder mit exakt demselben Text auf dieselbe Seite zu verlinken, ist weder natürlich noch notwendig. In der Planungsphase kann für jede Zielseite eine oder zwei Hauptformulierungen festgelegt werden; der Rest kann durch verwandte Begriffe oder kurze Sätze ersetzt werden.
3. Zielseite: Verweisen die Links auf die richtige Seite?
Dieser Punkt wird am häufigsten übersehen. Bei der Keyword-Planung sollte zunächst eine einfache Zuordnungstabelle erstellt werden: Keyword, aufnehmende Seite und welche Links aktuell darauf verweisen. Dann wird jeder Link geöffnet und geprüft, ob die tatsächlich geöffnete Seite der Erwartung entspricht.
Häufige Abweichungen sind:
- Der Link verweist auf die Kategorie-Startseite statt auf die konkrete Inhaltsseite;
- mehrere Keywords verweisen auf dieselbe Seite, wodurch das Seitenthema verwässert wird;
- der Link verweist auf eine alte Adresse, die bereits überarbeitet oder zusammengeführt wurde.
Wenn die Zielseite nicht stimmt, sollte vorrangig das Linkziel geändert werden, nicht das Keyword. Denn bei einem falschen Linkziel sehen Nutzer nach dem Klick nicht den gewünschten Inhalt, und die Keyword-Planung verfehlt ihr Ziel.
4. Linkmenge und Verteilung: Nicht alle Links auf der Startseite bündeln
In der Planungsphase kann grob erfasst werden, wie viele interne Links die Startseite, wie viele die Kategorieseiten und wie viele der Fließtext enthält. Entscheidend ist nicht eine exakte Zahl, sondern ob die Verteilung sinnvoll ist.

Wenn alle Keyword-Einstiege auf der Startseite liegen und Kategorieseiten und Inhaltsseiten kaum untereinander verlinkt sind, bricht der Weg für Nutzer nach unten ab. Bewährt ist, dass jede Kategorieseite einen Teil der Keyword-Einstiege übernimmt und Fließtextlinks verwandte Seiten miteinander verbinden. Ein Artikel über Website-Wartung kann zum Beispiel natürlich auf Seiten zu Kategorieplanung oder Veröffentlichungsprüfung verweisen.
Beurteilungskriterium: Öffnen Sie eine beliebige Inhaltsseite und prüfen Sie, ob sie Links zu anderen Seiten derselben Kategorie enthält und ob andere Seiten auf sie verweisen. Wenn beides fehlt, ist diese Seite innerhalb der Website isoliert.
5. Hierarchietiefe: Wie weit ist die Zielseite von der Startseite entfernt?
Die Hierarchietiefe bezeichnet die Anzahl der Linkebenen von der Startseite zur Zielseite. Bei der Keyword-Planung sollten Seiten für Kern-Keywords eher flacher liegen, Seiten für Long-Tail-Keywords dürfen tiefer sein.
Prüfmethode: Von der Startseite aus Ebene für Ebene zur Zielseite klicken und die Anzahl der Zwischenschritte notieren. Wenn zentrale Geschäftsseiten erst auf der vierten oder fünften Ebene liegen, sind sie in der internen Struktur zu tief platziert. In der Planung sollte dann die Kategoriehierarchie angepasst oder ein zusätzlicher Einstieg geschaffen werden.
Flacher ist nicht automatisch besser. Alle Seiten in die Hauptnavigation zu packen, macht die Navigation unübersichtlich. Sinnvoll ist: Kernseiten sind in zwei bis drei Ebenen erreichbar, normale Inhaltsseiten in drei bis vier Ebenen, und jede Ebene hat einen klaren übergeordneten Einstieg.
6. Wie diese Kennzahlen in der Planungsphase genutzt werden
Aus den fünf Punkten lässt sich in der Keyword-Planung eine einfache Bestandsaufnahme erstellen:
- Die Keywords und die vorgesehenen aufnehmenden Seiten auflisten;
- für jede Seite erfassen, welche internen Links aktuell vorhanden sind, wie der Ankertext lautet und über wie viele Ebenen sie von der Startseite erreichbar ist;
- Seiten markieren, bei denen Einstiege fehlen, Ankertexte unpassend sind, Links falsch zeigen oder die Hierarchie zu tief ist;
- nach Auswirkung priorisieren: zuerst Einstiege für Kernseiten ergänzen, dann die Verlinkung von Long-Tail-Seiten bearbeiten.
Dieser Prozess erfordert keine komplexen Tools. Eine Tabelle und ein Browser genügen. Der Nutzen liegt darin, Keyword-Planung und interne Struktur aufeinander abzustimmen, statt nach der Veröffentlichung nachträglich Einstiege zu suchen.

7. Einige typische Fallstricke
Erstens: Links nur für die Keyword-Planung in den Fließtext pressen. Links sollten dort stehen, wo Nutzer weiterlesen möchten, nicht um eine Anzahl zu erreichen.
Zweitens: Links hinzufügen, aber nicht prüfen. Nach dem Einfügen sollte jeder Link geöffnet werden, um sicherzustellen, dass er funktioniert, richtig zeigt und der Ankertext normal dargestellt wird.
Drittens: Nach einem Relaunch oder einer Kategorieanpassung Links nicht aktualisieren. Wenn alte Links auf gelöschte oder zusammengeführte Seiten zeigen, beeinträchtigt das die Nutzererfahrung direkt. Solche Links sollten in der Planung auf die Prüfliste gesetzt werden.
Die Basis-Kennzahlen interner Links sind nicht kompliziert. Entscheidend ist, sie in der Planungsphase als Teil der Keyword-Umsetzung zu behandeln. Wenn Einstiege, Ankertexte, Zielseiten und Hierarchie zuerst geklärt werden, sparen spätere Content-Updates und SEO-Optimierungen viel Nacharbeit.





