Zuerst festlegen, welcher Text die Hauptrolle spielt und welcher unterstützt
Wenn Chinesisch und Englisch gleichzeitig in einem E-Commerce-Bild erscheinen, liegt das häufigste Problem nicht darin, ob die Schriftart schön ist, sondern darin, dass die Hierarchie nicht vorab festgelegt wurde. Eine übliche Vorgehensweise ist: Die Hauptüberschrift behält nur eine Sprache, die die Hauptinformation trägt, die andere Sprache dient als Vergleich oder Ergänzung und wird bei Schriftgröße und Schriftgewicht deutlich eine Stufe niedriger angesetzt. Wenn beide Sprachen gleich groß und gleich fett gestaltet werden, entstehen zwei parallele Informationsblöcke, und der Betrachter weiß nicht, wohin er zuerst schauen soll.
Angenommen, ein Produkthauptbild soll gleichzeitig chinesische und englische Verkaufsargumente enthalten. Dann kann man vorab entscheiden: Chinesisch übernimmt das Hauptverkaufsargument, Englisch wird darunter oder seitlich als Vergleich platziert; oder umgekehrt, Englisch steht im Vordergrund, Chinesisch unterstützt. Diese Entscheidung sollte vor Beginn des Designs getroffen werden, nicht erst nach dem Layout, sonst muss man leicht alles umwerfen und neu anordnen.
Bei gemischtem Satz von Chinesisch und Englisch dürfen Schriftgröße und Zeilenabstand nicht einfach mit denselben Werten übernommen werden
Die optische Höhe, der Zeichenabstand und das Zeilenhöhenempfinden von Chinesisch und Englisch sind unterschiedlich. Bei gleicher Schriftgröße wirkt Englisch oft kleiner und dichter als Chinesisch. Wenn bei gemischtem Satz beide Sprachen ein ähnliches visuelles Gewicht haben sollen, muss Englisch daher meist etwas größer als Chinesisch sein oder zumindest nicht direkt die chinesische Schriftgröße übernehmen.
Dasselbe gilt für den Zeilenabstand. Ein zu enger Zeilenabstand bei Englisch wirkt schnell gedrängt, ein zu weiter Zeilenabstand bei Chinesisch wirkt schnell auseinandergerissen. Eine praktikable Vorgehensweise ist: Chinesische Absätze mit relativ kompaktem Zeilenabstand, englische Absätze etwas großzügiger; wenn beide Sprachen innerhalb desselben Blocks abwechselnd erscheinen, legt man zuerst eine Sprache als Basis fest und justiert die andere nach, damit beide Textabschnitte auf derselben Ebene erscheinen und nicht einer offensichtlich gedrängter wirkt.
Die konkreten Werte hängen von Schriftart, Schriftgröße und Satzbreite ab. Es muss kein festes Parameterset angestrebt werden; wichtig ist, dass beide Sprachen visuell auf derselben Ebene liegen.
Ausrichtung vereinheitlichen, nicht für Chinesisch und Englisch jeweils eine eigene verwenden
Eine häufige Quelle der Unordnung bei gemischtem Satz ist, dass Chinesisch linksbündig und Englisch zentriert ausgerichtet wird oder umgekehrt. Wenn beide Sprachen unterschiedlich ausgerichtet sind, wirkt das Layout locker und die Ränder sind schwer zu kontrollieren.
Stabiler ist: Chinesisch und Englisch innerhalb desselben Blocks verwenden dieselbe Ausrichtung. Linksbündig eignet sich für Text mit viel Information und notwendiger Lesereihenfolge; zentriert eignet sich für kurze Sätze, Hauptüberschriften oder Betonungen in der Bildmitte. Wenn Englisch deutlich länger als Chinesisch ist, lässt sich mit linksbündiger Ausrichtung die Gesamtgrenze meist leichter kontrollieren; wenn beide Sprachen kurz sind, ist zentrierte Ausrichtung ebenfalls möglich, aber der Weißraum auf beiden Seiten sollte symmetrisch sein.
Außerdem sollte Englisch nicht willkürlich umgebrochen werden. Wenn ein Wort auf zwei Zeilen aufgeteilt wird, beeinträchtigt das den Lesefluss und lässt den gesamten Textabschnitt schnell ungleichmäßig wirken. Beim Layout sollte man vorrangig die Textfeldbreite oder Schriftgröße anpassen, statt Wörter gewaltsam zu trennen.
Weißraum und Ränder nach der längsten Zeile bemessen
Bei gemischtem Satz von Chinesisch und Englisch ist die Zeichenanzahl beider Sprachen unterschiedlich; derselbe Satz kann nach der Übersetzung deutlich länger oder kürzer sein. Wenn das Layout zuerst nach der chinesischen Länge festgelegt wird, kann Englisch später über den Rand hinausgehen; umgekehrt gilt dasselbe.
Die Vorgehensweise ist: Zuerst die endgültigen chinesischen und englischen Texte bestätigen, dann die Textfeldbreite und Ränder nach der längeren Variante festlegen. Zwischen Bildrand, Produktrand und Text sollte ein Sicherheitsabstand bleiben, damit der Text nicht am Rand klebt oder das Produkt überdeckt. E-Commerce-Bilder werden am Ende zugeschnitten oder skaliert; wenn die Ränder zu knapp bemessen sind, kann es nach dem Zuschnitt Probleme geben.
Wenn die Textlängen stark voneinander abweichen, kann man Englisch in kürzere Zeilen aufteilen oder eine Sprache an eine nachrangige Position verschieben, statt sie gewaltsam in dasselbe Textfeld zu zwängen.
Welche Materialien vor der Beauftragung vorbereitet werden müssen
Damit das Layout auf Anhieb passt, sollte der Auftraggeber bei der Anfrage möglichst Folgendes bereitstellen:
- Die endgültigen chinesischen und englischen Texte, mit Angabe, welcher die Hauptsprache und welcher die unterstützende Sprache ist;
- Produktbilder oder bereits bestätigte visuelle Materialien sowie den Verwendungsbereich der Bilder;
- Markenschriften oder bestehende Schriftvorgaben; falls nicht vorhanden, eine Beschreibung der gewünschten Wirkung;
- Den endgültigen Verwendungszweck und die Größenanforderungen der Bilder, z. B. für welche Plattform und ob mehrere Größen benötigt werden;
- Ob bearbeitbare Dateien erhalten bleiben sollen und wer später Änderungen vornimmt.
Wenn die chinesischen und englischen Texte noch nicht final sind, ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass während der Layoutphase immer wieder Texte geändert werden. Zuerst den Text festlegen und dann layouten spart in der Regel mehr Zeit, als während des Layouts laufend zu ändern.
Was bei der Lieferung geprüft werden sollte
Nach Erhalt des Designentwurfs empfiehlt es sich, folgende Punkte zu prüfen:
- Ist die Hierarchie zwischen Chinesisch und Englisch klar, sieht man auf den ersten Blick den erwarteten Haupttext;
- Sind Schriftgröße, Zeilenabstand und Ausrichtung beider Sprachen aufeinander abgestimmt, wirkt eine Seite nicht offensichtlich gedrängter oder lockerer;
- Wurden englische Wörter getrennt, gibt es unpassende Zeilenumbrüche im Chinesischen;
- Klebt der Text am Rand, überdeckt er das Produkt oder könnte er nach dem Zuschnitt abgeschnitten werden;
- Werden fertige Bilder, bearbeitbare Dateien oder beides geliefert; bei bearbeitbaren Dateien, ob Schriften und Ebenen spätere Änderungen erleichtern;
- Wenn die Bilder für Druck oder Verpackungsetiketten bestimmt sind, müssen die Ausgabeanforderungen mit der Druckerei abgestimmt werden, einschließlich Größe, Beschnittzugabe, Farbmodus und Dateiformat.
Wenn später Texte selbst geändert werden sollen, sollte vorab geprüft werden, ob die Schriften der bearbeitbaren Datei verfügbar sind, damit beim Öffnen kein Schriftersatz das Layout verändert. Für entsprechende Designleistungen siehe Grafikdesign-Service.
Häufige Fragen
Müssen Chinesisch und Englisch unbedingt gleichzeitig erscheinen? Nicht unbedingt. Wenn der Platz im Bild begrenzt ist oder die Zielgruppe hauptsächlich eine Sprache verwendet, kann man nur eine Sprache behalten und die andere auf die Detailseite oder in den Beschreibungstext auslagern. Ob beide gleichzeitig erscheinen, hängt vom tatsächlichen Verwendungsszenario ab.
Muss Englisch unbedingt größer als Chinesisch sein? Nicht absolut. Ob die Schriftgröße angepasst wird, hängt von Schriftart und visueller Wirkung ab. Entscheidend ist, dass beide Sprachen auf derselben Ebene erscheinen, statt mechanisch festzulegen, welche größer oder kleiner ist.
Kann man die Ergebnisse von Übersetzungssoftware direkt für das Layout verwenden? Man kann Übersetzungsergebnisse zunächst als Platzhalter verwenden, aber vor dem endgültigen Layout sollte man möglichst den finalen Text bestätigen. Übersetzungslänge und Ausdrucksweise beeinflussen das Layout; wenn Platzhaltertext und finaler Text zu stark voneinander abweichen, muss das Layout neu erstellt werden.





