Design-Ratgeber

Welche Texte und Maße müssen Kunden vor dem Produktetikettendesign bestätigen?

Vor dem Start des Produktetikettendesigns muss der Kunde Textinhalte, Spezifikationen und Maße, Barcodes und Kennzeichnungen, Material und Veredelung sowie Lieferdateien bestätigen. Dieser Artikel erklärt, wie man diese Informationen gemäß dem tatsächlichen Auftragsablauf zusammenstellt und prüft.

Illustrative Szene

Welche Texte und Maße müssen Kunden vor dem Produktetikettendesign bestätigen?

Das Design von Produktetiketten unterscheidet sich von Postern oder Detailseiten: Es wird letztendlich auf ein physisches Produkt geklebt. Ein Millimeter Abweichung oder ein fehlender Text kann dazu führen, dass eine ganze Charge Etiketten unbrauchbar wird. Daher liegt der Schwerpunkt der Abstimmung vor Designbeginn nicht auf Ästhetik, sondern darauf, zwei Dinge festzulegen: „Wie groß ist das Etikett?“ und „Was muss unbedingt auf dem Etikett stehen?“ Im Folgenden wird die Reihenfolge der tatsächlichen Auftragsabwicklung erläutert.

1. Zuerst die physischen Abmessungen und die Form des Etiketts festlegen

Die Etikettengröße bezieht sich auf die tatsächlichen Maße des fertigen Etiketts auf der Verpackung, nicht auf die Leinwandgröße des Designentwurfs. Der Kunde muss folgende Informationen bereitstellen oder bestätigen:

  • Fertige Länge und Breite: Zum Beispiel 60 mm × 40 mm. Bei einem runden Etikett wird der Durchmesser angegeben; bei Sonderformen ist eine Stanzschablone oder eine Konturbeschreibung erforderlich.
  • Position des Etiketts: Ob es auf dem Flaschenkörper, der Schachteloberfläche, dem Beutel oder am Verschluss angebracht wird. Bei gekrümmten Oberflächen gelten andere Anforderungen an die Randabstände als bei flachen Oberflächen.
  • Physische Abmessungen der Verpackung: Wenn der Kunde nur den Verpackungsbehälter zur Verfügung stellt, kann er die Breite und Höhe des beklebbaren Bereichs messen, um zu vermeiden, dass das Etikett über die Wölbung hinausragt und sich ablöst.
  • Beschnittzugabe und Randabstände: Gedruckte Etiketten benötigen in der Regel eine Beschnittzugabe. Die genauen Werte müssen mit der Druckerei abgestimmt werden, da sie je nach Druckverfahren und Material variieren. In der Designdatei sollten Sicherheitsabstände vorgesehen werden, damit Texte nicht abgeschnitten oder in abgerundete Ecken gedrückt werden.

Wenn der Kunde die Größe noch nicht genau kennt, können zunächst Fotos der Verpackung und ungefähre Messdaten bereitgestellt werden. Der Designer kann dann einige Größenvarianten zur Auswahl erstellen. Die endgültige Druckgröße muss jedoch vom Kunden schriftlich bestätigt werden.

2. Alle erforderlichen Texte auf dem Etikett Punkt für Punkt prüfen

Die Texte auf dem Etikett lassen sich in zwei Kategorien unterteilen: Zum einen Marken- und Beschreibungstexte, die der Kunde selbst festlegt; zum anderen Inhalte, die aufgrund von Vorschriften oder Vertriebskanälen erforderlich sind. Die zweite Kategorie muss der Kunde selbst für sein Produkt und seine Vertriebsregion prüfen. Der Designer übernimmt keine rechtliche Bewertung der Konformität. Zu den üblicherweise zu bestätigenden Texten gehören:

  • Marken- und Produktname: Die genaue Schreibweise von Hauptmarke, Untermarke und Serienname, einschließlich Groß- und Kleinschreibung, Leerzeichen und Satzzeichen.
  • Spezifikation und Nettogewicht: Zum Beispiel Nettogewicht 250 g. Einheit und Zahlenformat müssen einheitlich sein.
  • Zutatenliste oder Inhaltsstoffe: Der Kunde stellt die endgültige Version bereit. Der Designer setzt den Text nach den Vorgaben des Kunden um und ist nicht für die inhaltliche Richtigkeit verantwortlich.
  • Produktionsinformationen: Name und Adresse des Herstellers, Herkunftsort, Produktionsdatum oder Position der Chargennummer. Wenn die Chargennummer per Tintenstrahldruck aufgebracht wird, muss auf dem Etikett ein freier Bereich vorgesehen werden.
  • Haltbarkeit oder Lagerbedingungen: Die Schreibweise wird vom Kunden bestätigt.
  • Gebrauchsanweisung oder Warnhinweise: Der Kunde liefert den Originaltext. Der Designer nimmt keine eigenständige Umformulierung vor.
  • Kontaktinformationen: Telefon, Website, Adresse usw., die vom Kunden bestätigt und bereitgestellt werden.

Es wird empfohlen, dass der Kunde die oben genannten Texte in einer reinen Textliste zusammenstellt und angibt, welche Pflichtfelder, welche optional und welche an festen Positionen sind. Sobald die Texte bestätigt sind, steigen die Kosten für spätere Änderungen – insbesondere nach der Druckplattenerstellung oder dem Druck.

3. Barcodes, Kennzeichnungen und grafische Elemente

Diese Inhalte werden oft nicht vom Designer erstellt, aber es muss Platz dafür vorgesehen werden:

  • Produktbarcode: Der Kunde stellt die Barcode-Datei oder die Barcode-Nummer bereit und bestätigt Barcode-Größe und Ruhezone. Skalierung und Farbkombination des Barcodes müssen den Anforderungen entsprechen; die Bestätigung erfolgt durch den Kunden oder den Barcode-Anbieter.
  • Zertifizierungszeichen, Recycling-Symbole, Markenlogo: Der Kunde stellt Vektordateien oder hochauflösende Bilder bereit und bestätigt Farben und Mindestgrößen.
  • QR-Code: Bestätigung des Ziel-Links, der Größe und ob eine Ruhezone erforderlich ist.

Wenn der Kunde Logo oder Kennzeichnungen nur als niedrig aufgelöste Bilder zur Verfügung stellen kann, muss dies vorab geklärt werden. Der Kunde sollte Vektordateien nachreichen oder bestätigen, ob die vorhandene Auflösung akzeptabel ist.

4. Material, Veredelung und Druckverfahren

Material und Veredelung des Etiketts beeinflussen die Aufbereitung der Designdatei. Der Kunde muss dies mit der Druckerei abstimmen und dem Designer mitteilen:

  • Material: Papier, PET, PVC, Kunstdruckpapier usw. Unterschiedliche Materialien haben unterschiedliche Farberscheinung und Tintenaufnahme.
  • Oberflächenveredelung: Laminierung, Lackierung, Heißfolienprägung, Blindprägung usw. Für Heißfolien- und Blindprägung sind separate Ebenen oder Druckplatten erforderlich.
  • Druckverfahren: Digitaldruck, Offsetdruck, Flexodruck usw. Dies beeinflusst Farbmodus und Beschnittanforderungen der Datei.
  • Farbstandard: Wenn der Kunde genaue Farbvorgaben hat, muss er Farbnummern oder physische Farbmuster bereitstellen. Bildschirmfarben und Druckfarben können voneinander abweichen; dies sollte vorab geklärt werden.

Falls diese Informationen noch nicht feststehen, kann das Design zunächst nach üblichen Standards erstellt werden. Die endgültigen Druckdaten sollten jedoch erst nach Bestätigung der Anforderungen durch die Druckerei ausgegeben werden.

5. Lieferdateien und Bestätigungsverfahren

Vor Designbeginn sollte mit dem Kunden geklärt werden, was geliefert wird und wie die Abnahme erfolgt, um Nacharbeit zu reduzieren:

  • Fertige Dateien: PDF oder anderes festgelegtes Format für den Druck, inklusive Beschnitt und Schnittmarken.
  • Editierbare Dateien: Ob Quelldateien bereitgestellt werden und ob Schriften und Bilder darin editierbar sind, muss vorab geklärt werden. Die Lieferung von Quelldateien wirft oft Fragen zu Schrift- und Bildlizenzen auf. Der Kunde sollte bestätigen, dass er zur Nutzung der betreffenden Schriften und Materialien berechtigt ist.
  • Vorschaudateien: Bilder oder PDFs für die interne Abstimmung beim Kunden, gekennzeichnet als „Nicht für den Druck“.
  • Bestätigungsprozess: Wer unterschreibt letztendlich Texte und Maße, wie werden Korrekturrunden gezählt – dies sollte vor Auftragserteilung klar vereinbart werden.

6. Eine direkt nutzbare Checkliste

Die oben genannten Punkte lassen sich in einer Checkliste zusammenfassen, die der Kunde vor Produktionsbeginn ausfüllt:

  1. Fertige Etikettengröße, Form, Position des Etiketts
  2. Beschnitt und Sicherheitsabstände (mit der Druckerei abstimmen)
  3. Genaue Schreibweise von Markenname, Produktname, Serienname
  4. Nettogewicht, Spezifikation, Zutaten, Produktionsinformationen, Haltbarkeit, Warnhinweise
  5. Barcode-Datei oder Barcode-Nummer, QR-Code-Link
  6. Logo- und Zertifizierungsdateien
  7. Material, Oberflächenveredelung, Druckverfahren
  8. Farbanforderungen oder Farbmuster
  9. Art der Lieferdateien und Anzahl der Korrekturrunden
  10. Endgültiger Bestätigender

Wenn der Kunde auch Markenvisualisierung, Verpackungsetiketten oder andere Grafikdesignarbeiten benötigt, kann er sich zunächst über den Umfang der Grafikdesign-Dienstleistungen auf dieser Website informieren und dann die Unterlagen gemäß der obigen Checkliste vorbereiten. Druck, Barcode-Beantragung, Markenanmeldung und Verpackungsstruktur-Engineering sind nicht standardmäßig enthalten und müssen separat vereinbart werden.

03 /

Vom Wissen zur Praxis

Inhalte planen
01

Inhalte planen

Responsive Seiten
02

Responsive Seiten

Laufender Betrieb
03

Laufender Betrieb