Bei der Erstellung einer Unternehmenswebsite treten häufig zwei Diskrepanzen auf: Die Anforderungen an den Website-Aufbau beschränken sich auf "eine offizielle Website mit Produktpräsentation", während die Geschäftspräsentation lediglich den Text aus dem Werbeprospekt übernimmt. Das Ergebnis: Nach dem Launch finden Kunden die gewünschten Informationen nicht, und die Verantwortlichen wissen nicht, wo sie Aktualisierungen vornehmen sollen. Um dieses Problem zu lösen, müssen die Anforderungen an den Website-Aufbau und die Geschäftspräsentation in einem gemeinsamen Rahmen betrachtet werden, nicht als zwei getrennte Aufgaben.
Zunächst das Kerngeschäft klären, dann die Anforderungen an den Website-Aufbau definieren
Die Anforderungen an den Website-Aufbau sollten nicht nur "eine Website erstellen" lauten, sondern auf die geschäftliche Ebene heruntergebrochen werden. Es empfiehlt sich, drei Fragen zu beantworten:
- Welches Problem des Kunden löst das Unternehmen? Zum Beispiel durch die Bereitstellung von Ausrüstung, Dienstleistungen oder Lösungen.
- Welche Informationen interessieren Kunden vor dem Kauf am meisten? Zum Beispiel Produktspezifikationen, Serviceabläufe, Referenzen, Zertifizierungen.
- Welche Geschäftsbereiche sind aktuell von Bedeutung und sollten priorisiert dargestellt werden? Welche sind Nebengeschäfte und können an sekundärer Stelle platziert werden?
Notieren Sie die Antworten – das bildet die Grundlage für die Anforderungen an den Website-Aufbau. Beispiel: Ein Unternehmen für betriebliche Weiterbildung mit dem Kerngeschäft Inhouse-Schulungen sollte die Anforderungen an den Website-Aufbau umfassen: Kursliste, Dozentenvorstellung, Prozess für individuelle Unternehmenslösungen – nicht nur ein Foto des Firmengebäudes.

Die Geschäftspräsentation in der Sprache des Kunden formulieren
Die Geschäftspräsentation ist keine Kopie des Firmenprofils oder der Produktbeschreibung, sondern sollte in einer für Kunden verständlichen Weise ausgedrückt werden. Beachten Sie folgende Punkte:
- Interne Fachbegriffe vermeiden: Zum Beispiel ist "Wir bieten eine Komplettlösung aus einer Hand" weniger konkret als "Wir begleiten Sie von der Geräteauswahl bis zur Installation und Wartung".
- Nutzen statt Merkmale hervorheben: Bei der Produktvorstellung nicht nur "Importierter Motor" sagen, sondern ergänzen: "Für stabileren Betrieb und weniger Ausfallzeiten".
- Reihenfolge nach dem Entscheidungsprozess des Kunden: Kunden schauen zuerst "Was machen Sie?", dann "Kann das meinen Bedarf decken?" und schließlich "Wie kontaktiere ich Sie und wie funktioniert die Zusammenarbeit?". Daher sollte die Startseite eine prägnante Beschreibung des Geschäfts enthalten, gefolgt von Serviceangeboten, Referenzen, Abläufen und Kontaktmöglichkeiten.
Bei der Strukturplanung die Geschäftspräsentation in die entsprechenden Rubriken aufteilen
Die Rubrikenplanung in den Anforderungen an den Website-Aufbau sollte auf dem Inhalt der Geschäftspräsentation basieren. Zum Beispiel:
- Startseite: Kurze Vorstellung des Kerngeschäfts, Einstiegspunkte zu Hauptprodukten/-dienstleistungen, aktuelle Referenzen oder Neuigkeiten.
- Über uns: Nicht nur die Unternehmensgeschichte, sondern Fähigkeiten, Team, Zertifizierungen – um Vertrauen aufzubauen.
- Produkte/Dienstleistungen: Nach Geschäftsbereichen kategorisiert, mit Unterkategorien, jede Produktseite mit Anwendungsszenarien, Spezifikationen, Bildern usw.
- Referenzen: Erfolgsgeschichten mit Kundenkontext, Problem, Lösung und Ergebnis (unter Berücksichtigung des Datenschutzes).
- News/Aktuelles: Unternehmensnachrichten, Brancheninformationen – um die Website aktuell zu halten, aber mit Bezug zum Geschäft, keine irrelevanten Reposts.
Bei vielen Geschäftsbereichen können Unterrubriken eingerichtet werden, aber die Hierarchie sollte nicht zu tief sein – idealerweise erreicht man jede Seite mit maximal drei Klicks.

Die Anforderungen an den Website-Aufbau treiben die Vorbereitung der Inhalte voran
Vor dem Website-Aufbau sollte eine Liste der benötigten Materialien basierend auf der Geschäftspräsentation erstellt werden, um fehlende Bilder oder Texte beim Launch zu vermeiden. Zum Beispiel:
- Für jedes Produkt: 3–5 hochauflösende Bilder und eine Beschreibung.
- Für jede Referenz: Hintergrund, Herausforderung, Lösung, Ergebnis.
- Für das Team: Fotos, Positionen, Fachgebiete der Mitglieder.
Bei der Materialvorbereitung sollten Bilddateinamen mit geschäftsrelevanten Keywords benannt werden, z. B. "zementpumpe-design.jpg" statt "IMG_001.jpg", um die spätere Pflege und SEO zu erleichtern.
Nach dem Launch kontinuierlich basierend auf Kundenfeedback anpassen
Der Website-Launch ist erst der Anfang. Die Verantwortlichen sollten regelmäßig prüfen:

- Finden Kunden auf der Website leicht Antworten auf häufig gestellte Fragen? Wenn nicht, einen FAQ-Bereich ergänzen oder die Navigation anpassen.
- Sind die Geschäftspräsentationen veraltet? Zum Beispiel bei geänderten Serviceabläufen oder Produktupdates – sofort aktualisieren.
- Mithilfe von Backend-Daten (falls vorhanden) analysieren, welche Seiten häufig besucht und welche eine hohe Absprungrate haben, und darauf basierend Inhalte optimieren.
Die Verbindung von Website-Anforderungen und Geschäftspräsentation ist kein einmaliger Prozess, sondern eine kontinuierliche Iteration. Bei jeder geschäftlichen Anpassung sollten auch die Website-Inhalte synchron aktualisiert werden, um Konsistenz zu gewährleisten.
Zusammenfassend: Betrachten Sie die Anforderungen an den Website-Aufbau als das Gerüst und die Geschäftspräsentation als das Blut – nur so entsteht eine wirklich nützliche Unternehmenswebsite. Wenn Sie eine neue Website planen, sollten Sie zuerst das Team zusammenrufen, um das Geschäft zu strukturieren, bevor Sie mit dem Design beginnen.





