Betriebswissen

Wie Unternehmenswebsites Struktur und Geschäftspräsentation verbinden

Die Struktur einer Unternehmenswebsite sollte der Geschäftspräsentation dienen. Dieser Artikel erläutert, wie Geschäftsanalyse, Seitenplanung und Inhaltsdarstellung effektiv kombiniert werden, um die Benutzerfreundlichkeit der Website zu verbessern.

Illustrative Szene

Bei der Erstellung einer Unternehmenswebsite legen viele Verantwortliche den Fokus auf das Design und übersehen dabei ein grundlegendes Problem: Wird das Geschäft durch die Seitenstruktur wirklich klar vermittelt? Die Struktur ist das Gerüst, die Geschäftspräsentation das Fleisch und Blut. Nur wenn beides gut kombiniert ist, können Besucher schnell verstehen, was Sie tun und welchen Mehrwert Sie bieten. Im Folgenden wird dies in drei Schritten erläutert.

Schritt 1: Zuerst das Geschäft analysieren, dann die Struktur planen

Die Struktur einer Website entsteht nicht aus dem Nichts, sondern basiert auf einer gründlichen Geschäftsanalyse. Es empfiehlt sich, zunächst eine Geschäftsliste zu erstellen, die alle Produkte, Dienstleistungen und Lösungen des Unternehmens umfasst. Markieren Sie dabei für jedes Geschäftsfeld die Zielkunden, Kernvorteile und die Art des Abschlusses (z. B. Standardprodukt oder kundenspezifisches Projekt). In diesem Schritt geht es noch nicht um die Website, sondern nur um die Bestandsaufnahme des Geschäfts.

Bei der Analyse werden Sie feststellen, dass einige Geschäftsbereiche zentral sind, andere unterstützend und einige möglicherweise veraltet. So können Sie bei der Seitenplanung entscheiden, welche Geschäfte in der Hauptnavigation erscheinen, welche auf Unterseiten platziert werden und welche vorerst nicht gezeigt werden. Beispiel: Bei einer Softwareentwicklungsfirma, deren Kerngeschäft die kundenspezifische Entwicklung ist und die zusätzlich Wartungsdienste anbietet, sollte „Kundenspezifische Entwicklung“ in der Navigation prominenter sein als „Wartungsdienste“.

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Schritt 2: Seiten planen, um eine klare Geschäftshierarchie zu schaffen

Nach der Geschäftsanalyse kann die Seitenstruktur geplant werden. Üblich ist es, die Seiten nach Geschäftsbereichen zu gliedern, aber die Tiefe sollte nicht zu groß sein – idealerweise nicht mehr als drei Ebenen. Die Hauptnavigation sollte die wichtigsten Geschäfte abdecken, Unterseiten die Details erläutern und die dritte Ebene kann Fallstudien oder Zertifikate enthalten.

Ein hypothetisches Beispiel: Ein Unternehmen für Unternehmensschulungen bietet offene Seminare, Inhouse-Trainings und Beratung an. Die Hauptnavigation könnte dann „Offene Seminare“, „Inhouse-Trainings“ und „Beratung“ umfassen, mit weiteren Unterteilungen zu Kursthemen oder Serviceabläufen. So sehen Besucher direkt nach dem Klick auf die Hauptnavigation das gesamte Geschäftsfeld, ohne tief graben zu müssen.

Zudem sollte man die Falle des „Alles auf einmal“ vermeiden. Manche Websites präsentieren alle Geschäfte auf der Startseite, was zu Informationsüberflutung führt und die Kernbotschaft verwässert. Besser ist es, auf der Startseite das Kerngeschäft hervorzuheben und andere Geschäfte in den entsprechenden Unterseiten zu zeigen.

Schritt 3: Inhalte präsentieren, um die Geschäftspräsentation lebendig zu machen

Nach der Seitenplanung geht es darum, die Geschäftspräsentation auf jeder Seite auszugestalten. Hier einige praktische Tipps:

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  • Kundensprache verwenden, Fachjargon vermeiden. Die Geschäftspräsentation richtet sich nicht an Fachkollegen, sondern an potenzielle Kunden. „End-to-end digitale Lösungen“ ist weniger verständlich als „Wir helfen Unternehmen, ihr Geschäft von offline auf online zu verlagern“.
  • Wert anhand von Szenarien beschreiben. Nicht nur Funktionen auflisten, sondern erklären, welches Problem das Geschäft löst. Beispiel: Bei einer Finanzsoftware könnte man schreiben: „Geeignet für kleine und mittlere Unternehmen, erstellt automatisch Berichte und spart Zeit beim monatlichen Abgleich.“
  • Fallstudien oder Daten einbinden. Wenn echte Fallstudien vorhanden sind, können sie auf der Geschäftsseite platziert werden, aber achten Sie auf Datenschutz und Authentizität. Hypothetische Beispiele sollten klar als „Beispiel“ gekennzeichnet sein.
  • Jede Geschäftsseite sollte einen Handlungsaufruf enthalten. Zum Beispiel Schaltflächen wie „Online-Beratung“ oder „Angebot anfordern“, damit Besucher wissen, was sie als Nächstes tun können.

Häufige Frage: Wie priorisiert man bei vielen Geschäftsbereichen?

Manche Unternehmen haben viele Geschäftslinien, die nicht alle in der Hauptnavigation Platz finden. Hier bietet sich das Modell „Kernbereiche + weitere Bereiche“ an: Die Hauptnavigation zeigt die Kernbereiche, am Seitenende oder in der Seitenleiste gibt es einen Einstieg „Weitere Geschäfte“, der zu einer Übersichtsseite führt, auf der alle Geschäfte nach Kategorien aufgelistet sind. So bleibt das Kerngeschäft prominent, ohne andere Bereiche zu vernachlässigen.

Wenn Geschäfte stark miteinander verbunden sind, können sie in einer Kategorie zusammengefasst werden. Beispiel: Wenn „Produkte“ und „Dienstleistungen“ eng verzahnt sind, können sie zu „Lösungen“ zusammengefasst werden, mit Unterkategorien für Produkte und Dienstleistungen auf der Seite.

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Abschließend: Vor dem Launch die Vollständigkeit der Geschäftspräsentation prüfen

Vor dem Launch der Website sollten Sie anhand der Geschäftsliste prüfen, ob jedes Geschäft eine eigene Seite hat, ob die Inhalte korrekt und aktuell sind. Simulieren Sie außerdem die Besucherperspektive: Starten Sie auf der Startseite und prüfen Sie, ob Sie innerhalb von drei Klicks die spezifische Beschreibung eines Geschäfts finden. Wenn der Pfad zu lang ist, muss die Struktur angepasst werden.

Die Verbindung von Website-Struktur und Geschäftspräsentation bedeutet im Kern, dass die Website wirklich dem Geschäft dient. Statt aufwendiges Design zu verfolgen, ist es besser, das Geschäft klar zu erklären. So wird die Website zu einem effektiven Werkzeug zur Kundengewinnung.

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