Der erste Schritt beim Aufbau einer Unternehmenswebsite ist oft die Festlegung der Seitenstruktur. Die Seitenstruktur bestimmt, ob Benutzer schnell Informationen finden können, und beeinflusst auch, wie Suchmaschinen die Website verstehen und indexieren. Wenn die Planung im Vorfeld unklar ist, sind die Kosten für spätere Änderungen hoch. Wie legt man also zuerst die Seitenstruktur fest? Der Kernansatz besteht darin, von den Benutzeranforderungen auszugehen, die Geschäftsziele des Unternehmens zu berücksichtigen, zuerst eine Inhaltsliste zu erstellen, diese dann logisch zu gruppieren und schließlich die Navigationsebenen zu bestimmen.
Dieser Artikel beschreibt aus praktischer Sicht schrittweise die Methode zur Bestimmung der Seitenstruktur, die sowohl für die Erstellung neuer Websites als auch für die Überarbeitung alter Websites geeignet ist.
1. Warum die Seitenstruktur wichtig ist
Die Seitenstruktur ist das Gerüst einer Unternehmenswebsite. Benutzer erfahren über die Navigationsleiste, welche Dienstleistungen das Unternehmen anbietet, welche Produkte es gibt und wie sie Kontakt aufnehmen können. Suchmaschinen beurteilen anhand der Seitenstruktur, ob das Website-Thema klar ist und welche Seiten wichtiger sind. Eine sinnvolle Seitenstruktur kann gleichzeitig die Benutzererfahrung und die Suchleistung verbessern.
Häufige Fehler bei der Seitenplanung sind: zu viele Seiten, bei denen Benutzer nicht wissen, wo sie anfangen sollen, oder zu wenige Seiten, bei denen alle Inhalte zusammengeworfen werden und die Suche schwierig ist. Die ideale Seitenstruktur sollte ein Gleichgewicht zwischen vollständiger Abdeckung und einfacher Navigation finden.
2. Zwei Schritte zur Erstellung der Seitenliste
1. Kerninhalte des Unternehmens erfassen
Ohne Berücksichtigung der Hierarchie zunächst alle Inhalte auflisten, die auf der Website präsentiert werden sollen. Dabei können folgende Aspekte berücksichtigt werden:

- Basisinformationen des Unternehmens: Unternehmensvorstellung, Entwicklungsgeschichte, Zertifikate und Auszeichnungen, Unternehmenskultur usw.
- Produkte oder Dienstleistungen: Produktreihen, Dienstleistungsangebote, Lösungen, typische Fallbeispiele usw.
- Kundeninteressante Inhalte: Häufig gestellte Fragen, Anleitungen, Preisreferenzen, Kooperationsprozesse usw.
- Neuigkeiten und Updates: Unternehmensnachrichten, Brancheninformationen, Veranstaltungsankündigungen usw.
- Kontaktinformationen: Telefon, E-Mail, Adresse, Online-Formular, Karte usw.
Nach der Erstellung der Liste werden ähnliche Einträge zusammengefasst. Zum Beispiel können mehrere Produkte unter „Produktzentrum“ und mehrere Lösungen unter „Lösungen“ zusammengefasst werden.
2. Nach Benutzeranforderungen gruppieren
Aus Benutzerperspektive denken: Welches Problem möchten Benutzer beim Besuch der Website am meisten lösen? In der Regel interessieren sich Benutzer für „Wer seid ihr?“, „Welche Produkte habt ihr?“ und „Wie kann ich Kontakt aufnehmen?“. Dementsprechend können die Inhalte in einige Kernseiten unterteilt werden:
- Über uns: Unternehmensvorstellung, Zertifikate, Team usw.
- Produkte/Dienstleistungen: Produkt- oder Dienstleistungsdetails, Fallbeispiele.
- Neuigkeiten/Updates: Unternehmensnachrichten, Brancheninformationen.
- Kontakt: Kontaktinformationen, Online-Anfrage.
Dies sind die grundlegendsten vier Seiten. Je nach Geschäftsart können weitere Seiten wie „Lösungen“, „Support & Service“ oder „Karriere“ hinzugefügt werden. Beachten Sie, dass die Anzahl der Seiten in der Regel auf 5-7 begrenzt sein sollte und Unterebenen nicht mehr als drei Ebenen umfassen sollten.
3. Navigationsebenen entwerfen
Nach der Festlegung der Seitenliste folgt das Design der Navigationsebenen. Es gibt zwei gängige Strukturen:
- Flache Struktur: Die Hauptseiten verlinken direkt auf alle Unterseiten, geeignet für Websites mit wenigen Inhalten.
- Hierarchische Struktur: Unter den Hauptseiten gibt es zweite und sogar dritte Ebenen, geeignet für inhaltsreiche Websites.
Ein produzierendes Unternehmen könnte beispielsweise so gestalten:
- Startseite
- Über uns (Unternehmensvorstellung, Entwicklungsgeschichte, Zertifikate)
- Produktzentrum (Serie A, Serie B, Sonderanfertigungen)
- Lösungen (Branchenanwendungen, typische Fallbeispiele)
- Neuigkeiten (Unternehmensnachrichten, Branchenentwicklungen)
- Kontakt (Kontaktinformationen, Online-Formular)
Achten Sie darauf, dass die Inhalte unter jeder Seite nicht zu umfangreich sein sollten. Wenn eine Unterebene viele Inhalte hat, kann sie zu einer Hauptseite aufgewertet werden. Die Navigationsbezeichnungen sollten präzise und klar sein, vage Begriffe vermeiden.

4. Seitenanpassung bei der Überarbeitung alter Websites
Bei der Überarbeitung einer alten Website sollte die Seitenbestimmung auf vorhandenen Daten basieren:
- Vorhandene Inhalte analysieren: Welche Seiten haben hohe Zugriffszahlen? Welche Inhalte können Benutzer nicht finden? Nutzen Sie die interne Suchfunktion, um Benutzeranforderungen zu verstehen.
- Zusammenlegen oder löschen: Seiten mit geringem Zugriff in verwandte Seiten integrieren oder direkt entfernen.
- Reihenfolge anpassen: Die für Benutzer wichtigsten Seiten an prominenter Stelle in der Navigation platzieren.
- Bereits indexierte Seiten erhalten: Bei der Überarbeitung 301-Weiterleitungen einrichten, um zu vermeiden, dass bestehende Seiten ungültig werden.
Eine Überarbeitung bedeutet nicht, alles von Grund auf neu zu machen, sondern auf der bestehenden Basis zu optimieren, wertvolle Inhalte für Benutzer und Suchmaschinen zu erhalten und Überflüssiges zu entfernen.
5. Was nach der Festlegung der Seitenstruktur zu tun ist
Nach der Festlegung der Seitenstruktur folgen das Design der Seitenprototypen, die Erstellung der Inhalte und die Website-Entwicklung. Die Seitenstruktur ist die Grundlage, aber die Qualität der späteren Seiteninhalte ist ebenso wichtig. Es wird empfohlen, nach der Festlegung der Seiten für jede Seite eine Inhaltsplanung zu erstellen, die festlegt, was auf jeder Seite geschrieben wird, den ungefähren Umfang und welche Materialien benötigt werden. So wird die Website-Erstellung effizienter.
Zusammenfassend sollte die Seitenstruktur einer Unternehmenswebsite basierend auf den Benutzeranforderungen und den Geschäftszielen geplant werden. Zuerst eine Liste erstellen, dann gruppieren, dann die Hierarchie festlegen und je nach Situation anpassen. So entsteht eine klare Website-Struktur, bei der Benutzer leicht Informationen finden und Suchmaschinen das Website-Thema besser verstehen können.