Jeder Artikel auf der Unternehmenswebsite kann ein Einstiegspunkt für Kunden sein, um Produkte, Dienstleistungen oder Branchenwissen kennenzulernen. Doch die Verweildauer der Kunden auf einer Seite ist oft kurz. Wenn die Zusammenfassung vage, langatmig oder voller Fachbegriffe ist, schließen Kunden die Seite wahrscheinlich direkt – der Wert des Artikels bleibt ungenutzt. Eine gute Zusammenfassung reduziert den Verständnisaufwand für Kunden, ermöglicht ihnen eine schnelle Einschätzung, ob der Artikel lesenswert ist, und steigert so die tatsächliche Nutzung des Inhalts.
Die Zusammenfassung sollte die wichtigsten Fragen der Kunden beantworten
Beim Lesen der Zusammenfassung haben Kunden meist eine implizite Frage: Was hat dieser Artikel mit mir zu tun? Welches Problem löst er für mich? Daher sollte die Zusammenfassung zu Beginn das Kernthema und den praktischen Nutzen des Artikels klar benennen. Wenn der Artikel beispielsweise über die Bestandsaufnahme von Inhalten bei einem Website-Relaunch handelt, kann die Zusammenfassung direkt sagen: „Wie Sie alte Seiten vor dem Relaunch strukturieren, um Inhaltsverluste und Duplikate zu vermeiden“ – statt nur „Dieser Artikel stellt einige Hinweise zum Website-Relaunch vor“.
Konkret: Überlegen Sie zuerst, an welche Zielgruppe sich der Artikel richtet (z. B. Verantwortliche für Unternehmenswebsites, Marketingmitarbeiter) und mit welchen Fragen diese wahrscheinlich suchen. Fassen Sie dann in einem Satz die Antwort oder Methode zusammen, die der Artikel bietet. Beispiel: „Dieser Artikel liefert eine Checkliste zur Bestandsaufnahme von Website-Inhalten, die Ihnen hilft, alte Seiten vor dem Relaunch systematisch zu ordnen und zu entscheiden, ob Sie sie behalten, zusammenführen oder löschen.“ Eine solche Zusammenfassung zeigt dem Kunden sofort den Bezug zu seinem Problem.
Die Zusammenfassung sollte prägnant sein und Informationsüberflutung vermeiden
Die Zusammenfassung ist keine Kurzversion des Artikels und muss nicht alle Punkte abdecken. Wenn die Zusammenfassung mit mehreren gleichrangigen Informationen überladen ist, verliert der Kunde den Fokus. Die ideale Länge liegt bei 50 bis 100 Wörtern, mit zwei bis drei Sätzen, die den Kerninhalt klar vermitteln.

Beim Schreiben können Sie zuerst in einem Satz das Problem nennen, das der Artikel löst, und dann in einem zweiten Satz die Methode oder Perspektive andeuten. Beispiel: „Der Artikel erläutert anhand der Aspekte Seitenstruktur, Keyword-Platzierung und Aktualisierungshäufigkeit, wie Sie die laufende Pflege einer Unternehmenswebsite nach dem Launch planen.“ Achten Sie jedoch darauf, nicht zu viele Aspekte aufzuzählen, sonst wirkt die Zusammenfassung wie ein Inhaltsverzeichnis. Wenn der Artikel tatsächlich mehrere Aspekte behandelt, wählen Sie nur die ein oder zwei wichtigsten aus.
Vermeiden Sie außerdem Fachbegriffe oder interne Vokabeln in der Zusammenfassung, es sei denn, diese sind gängige Suchbegriffe der Kunden. Wenn Kunden beispielsweise den Begriff „Seitenstruktur“ nicht kennen, ersetzen Sie ihn durch eine verständlichere Formulierung wie „Aufteilung der Website-Bereiche“.
Die Zusammenfassung sollte die Sprache der Kunden verwenden, nicht die interne Sprache
Viele Zusammenfassungen auf Unternehmenswebsites sind aus der Perspektive des Unternehmens geschrieben, z. B. „Unser Unternehmen ist bestrebt, qualitativ hochwertige Dienstleistungen anzubieten“ oder „Dieser Artikel stellt die Vorteile unserer Produkte vor“. Solche Zusammenfassungen haben für Kunden keinen Wert, denn Kunden interessieren sich für ihre eigenen Probleme, nicht für die Selbstvorstellung des Unternehmens.
Der Schlüssel zur Reduzierung des Verständnisaufwands liegt darin, aus der Perspektive des Kunden zu sprechen. Wenn ein Artikel beispielsweise über die Keyword-Auswahl handelt, könnte die Zusammenfassung lauten: „Bei der Keyword-Auswahl sollten Sie neben dem Suchvolumen auch die Suchintention und den Wettbewerb berücksichtigen. Dieser Artikel bietet eine einfache Filtermethode, um die passenden Keywords für Ihre Website zu finden.“ Hier wird nicht „wir“ verwendet, sondern dem Kunden direkt eine anwendbare Methode gegeben.
Verwenden Sie in der Zusammenfassung konkrete Verben wie „bieten“, „erläutern“, „auflisten“ oder „vergleichen“, damit der Kunde weiß, was der Artikel liefert. Vermeiden Sie vage Verben wie „untersuchen“ oder „analysieren“, die nicht klar machen, was der Kunde tatsächlich erhält.
Die Zusammenfassung sollte die Einzigartigkeit des Artikels hervorheben
Wenn Kunden nach einem Problem suchen, sehen sie viele ähnliche Artikel. Die Zusammenfassung muss dem Kunden das Gefühl geben, dass dieser Artikel einen Klick wert ist, und nicht wie eine Standardfloskel klingen. Daher kann die Zusammenfassung den spezifischen Ansatz, praktische Werkzeuge oder besondere Methoden des Artikels hervorheben.

Zum Beispiel könnte eine Zusammenfassung für einen Artikel über die Aktualisierungshäufigkeit von Websites lauten: „Bei der Website-Aktualisierung gilt: Mehr ist nicht immer besser. Dieser Artikel gibt je nach Phase der Unternehmenswebsite Empfehlungen für eine sinnvolle Aktualisierungsfrequenz und weist darauf hin, wie Sie vermeiden, nur um des Aktualisierens willen zu aktualisieren.“ Hier werden „verschiedene Phasen“ und „nicht um des Aktualisierens willen“ betont, was der Zusammenfassung eine gezielte Note verleiht.
Beachten Sie jedoch, dass Einzigartigkeit nicht durch Übertreibungen oder absolute Aussagen wie „einzigartig“, „am besten“ oder „100% effektiv“ erreicht werden darf – solche Wörter verringern die Glaubwürdigkeit und erhöhen den Verständnisaufwand.
Die Zusammenfassung muss mit dem Artikelinhalt übereinstimmen, um Irreführung zu vermeiden
Die Zusammenfassung dient als Vorschau und muss daher mit dem tatsächlichen Inhalt des Artikels übereinstimmen. Wenn die Zusammenfassung Inhalte verspricht, die der Artikel nicht enthält, wird der Kunde enttäuscht und zweifelt möglicherweise an der Zuverlässigkeit der Website. Wenn die Zusammenfassung beispielsweise „eine Checkliste“ ankündigt, diese aber im Artikel fehlt, fühlt sich der Kunde getäuscht.
Schreiben Sie die Zusammenfassung am besten nach Fertigstellung des Artikels oder erstellen Sie zuerst eine Gliederung der Hauptteile und fassen Sie diese dann zusammen. So stellen Sie sicher, dass die Zusammenfassung den Inhalt genau widerspiegelt. Außerdem sollten die in der Zusammenfassung genannten Methoden, Schritte oder Beispiele im Artikel tatsächlich vorkommen.
Layout und Position der Zusammenfassung beeinflussen ebenfalls das Verständnis
Die Zusammenfassung erscheint normalerweise unterhalb des Titels und vor dem Haupttext, manchmal auch in Karten auf Listenseiten. Wo auch immer sie erscheint, sollte sie als eigenständiger Absatz formatiert sein und nicht mit dem Fließtext vermischt werden. Schriftgröße und Farbe können leicht abweichen, aber nicht zu auffällig sein.
Auf Listenseiten ist die Zusammenfassung oft auf eine bestimmte Länge begrenzt, z. B. zwei Zeilen. In diesem Fall sollten Sie die wichtigsten Informationen an den Anfang stellen, damit der Kunde auch bei abgeschnittener Anzeige den Kern erfasst. Beispiel: „Wie inventarisieren Sie alte Inhalte vor dem Relaunch? Dieser Artikel bietet eine praktische Checkliste …“ – selbst wenn der Rest abgeschnitten wird, weiß der Kunde, dass es um die Inventarliste geht.

Häufige Fehler beim Schreiben von Zusammenfassungen
Ein häufiger Fehler ist, die Zusammenfassung wie einen Artikelanfang zu schreiben, z. B. „Mit der Entwicklung des Internets legen Unternehmen immer mehr Wert auf ihre Website …“ Solche einleitenden Floskeln enthalten keine Informationen und verschwenden die Zeit des Kunden. Ein weiterer Fehler ist die Verwendung von Phrasen wie „Dieser Artikel zielt darauf ab“ oder „Meiner Meinung nach“, die für den Kunden bedeutungslos sind.
Ein weiterer Fehler ist das Überladen der Zusammenfassung mit Keywords, um die Suche zu optimieren. Aber die Zusammenfassung ist für Kunden gedacht, nicht für Suchmaschinen. Keywords können natürlich vorkommen, sollten aber die Lesbarkeit nicht beeinträchtigen.
Fazit
Den Verständnisaufwand für Kunden zu reduzieren bedeutet im Kern, die Hürden für den Informationszugang zu senken. Die Zusammenfassung ist die erste Tür zum Artikel – ob sie gut geschrieben ist, entscheidet darüber, ob Kunden eintreten. Wenn Sie sich an den Fragen der Kunden orientieren, eine klare und einfache Sprache verwenden und den Wert des Artikels präzise vermitteln, erfüllt die Zusammenfassung ihre Funktion. Nehmen Sie sich beim nächsten Artikel ein paar Minuten mehr Zeit, um die Zusammenfassung zu verfeinern – Sie werden feststellen, dass die Akzeptanz der Kunden deutlich steigt.





