Warum Geschäftsunterlagen nach dem Website-Prozess organisiert werden sollten
Die Erstellung einer Unternehmenswebsite umfasst mehrere Phasen. Wenn Geschäftsunterlagen ungeordnet abgelegt werden, kann es leicht zu Auslassungen von Anforderungen, doppelten Inhalten und Versionschaos kommen. Eine prozessorientierte Kategorisierung der Unterlagen ermöglicht es allen Projektbeteiligten, schnell die benötigten Informationen zu finden, reduziert den Kommunikationsaufwand und stellt sicher, dass die Website-Erstellung wie geplant voranschreitet.
In der Bedarfsphase abzulegende Informationen
In der Phase der Bedarfsermittlung müssen der Website-Zweck, die Zielgruppe, die Kernfunktionen und die Wettbewerbsanalyse geklärt werden. Es wird empfohlen, die folgenden Unterlagen zentral abzulegen:
- Lastenheft für die Website-Erstellung (mit Funktionsliste, Seitenstruktur, besonderen Anforderungen)
- Zielgruppen-Personas und Recherchedaten
- Wettbewerbsanalyse-Bericht (Screenshots, Funktionsvergleich, Zusammenfassung von Stärken und Schwächen)
- Projektbudget und Zeitplan

In der Inhaltsvorbereitungsphase abzulegende Informationen
Der Inhalt ist das Herzstück der Website. Es wird empfohlen, Materialien wie Texte, Bilder und Videos nach Kategorien zu verwalten. Wichtige Informationen umfassen:
- Erst- und Endfassungen der Texte für jede Kategorie
- Markenmaterialien wie Unternehmensvorstellung, Teamvorstellung, Zertifikate
- Bild- und Textmaterial für Produkt-/Dienstleistungsdetailseiten
- Fallstudien oder Kundenreferenzen (anonymisiert)
- Update-Plan oder Beispiele für Neuigkeiten/Blogbeiträge
- Für SEO benötigte Keyword-Liste und Meta-Informationen der Seiten
In der Design- und Entwicklungsphase abzulegende Informationen
Diese Phase umfasst die Zusammenarbeit zwischen Designern und Entwicklern. Die Unterlagen umfassen:
- UI-Designs (Quelldateien, ausgeschnittene Elemente, bemaßte Zeichnungen)
- Interaktionsprototypen und User-Flow-Diagramme
- Frontend-Entwicklungsanweisungen (z. B. responsive Breakpoints, Animationsanforderungen)
- Backend-API-Dokumentation, Datenbank-Design-Diagramme
- Konfigurationsinformationen für Drittanbieterdienste (z. B. Karten, Zahlung, Kundenservice-Systeme)
- Testfälle und Abnahmekriterien
In der Test- und Live-Schaltungsphase abzulegende Informationen
In der Testphase sollten Probleme und deren Lösungen dokumentiert werden. Vor der Live-Schaltung müssen folgende Unterlagen bereitgestellt werden:
- Testbericht (BUG-Liste, Kompatibilitätstestergebnisse)
- Go-Live-Checkliste (Domain-Auflösung, SSL-Zertifikat, 301-Weiterleitungen, Tracking-Code usw.)
- Serverinformationen (IP, Zugangsdaten, Bereitstellungsanweisungen, verschlüsselt speichern)
- Sicherungsdateien und Wiederherstellungsplan

In der Betriebsphase kontinuierlich abzulegende Informationen
Nach der Live-Schaltung müssen auch Betriebs- und Wartungsunterlagen prozessorientiert verwaltet werden, einschließlich:
- Inhaltsaktualisierungsprotokoll (wer hat wann was aktualisiert)
- Server-Wartungsprotokoll (Überwachung, Fehlerbehandlung)
- SEO-Datenberichte (Indexierung, Ranking, Traffic-Änderungen)
- Benutzerfeedback oder Ticket-Protokolle
- Sicherheitsupdate-Protokoll (Patches, Manipulationsschutzprüfungen)
Häufige Hinweise zur Organisation von Unterlagen
1. Namenskonvention: Dateiname enthält Projektname, Modul, Version und Datum, z. B. „Website_Startseite_Text_v2.0_20250201“.
2. Versionsverwaltung: Wichtige Dokumente mit historischen Versionen aufbewahren und Änderungen kennzeichnen.
3. Zugriffskontrolle: Sensible Informationen (z. B. Server-Passwörter, API-Schlüssel) verschlüsseln oder Zugriff einschränken.
4. Regelmäßige Archivierung: Nach Projektabschluss Unterlagen an einen langfristigen Speicherort archivieren, um Verlust zu vermeiden.

Fazit
Die Organisation von Geschäftsunterlagen nach dem Website-Erstellungsprozess ermöglicht es allen Beteiligten, klar zu verstehen, welche Informationen sie bereitstellen und erhalten müssen. Es wird empfohlen, dass Unternehmen vor dem Start eines Website-Projekts die Verzeichnisstruktur für die Unterlagen planen und diese während des Projekts kontinuierlich pflegen. Dies steigert nicht nur die Effizienz des aktuellen Projekts, sondern legt auch eine gute Grundlage für spätere Überarbeitungen oder den Betrieb.


