Viele Unternehmenswebsites stellen nach dem Launch fest, dass die Seiteninhalte dünn, informationswiederholend und ohne substanzielle Beschreibungen sind, was zu kurzen Verweildauern und hohen Absprungraten führt. Dieses Phänomen wird als „inhaltliche Leere“ bezeichnet. Die Ursache liegt oft nicht im Design oder der Technik, sondern darin, dass die Inhaltsplanung und Materialvorbereitung im Erstellungsprozess vernachlässigt wurden. Dieser Artikel zeigt, wie man inhaltliche Leere bereits vor dem Website-Launch vermeidet, basierend auf dem tatsächlichen Erstellungsprozess.
1. Klare Positionierung und Inhaltsziele der Website
Jeder Seiteninhalt einer Website sollte einen konkreten Zweck haben, nicht nur „Seiten füllen“. In der frühen Phase des Website-Erstellungsprozesses, also bei der Bedarfsanalyse, sollten drei Fragen beantwortet werden:
- Welche Besucher soll die Website hauptsächlich bedienen? Potenzielle Kunden, bestehende Kunden, Investoren oder Bewerber?
- Welche Bedürfnisse der Besucher erfüllt jede Seite? Zum Beispiel dient die Produktseite dazu, Kunden über Produktfunktionen zu informieren, während die Fallstudienseite die Implementierungsfähigkeiten zeigt.
- Was sollen Besucher nach dem Lesen der Seite tun? Materialien anfordern, Online-Beratung nutzen oder direkt bestellen?
Wenn eine Seite kein klares Ziel hat, wird der Inhalt oberflächlich. Es wird empfohlen, bei der Bedarfsanalyse die Kernziele und Zielgruppen jedes Bereichs oder jeder Seite in das Anforderungsdokument aufzunehmen, damit Inhaltsredakteure und Designer darauf zurückgreifen können.
2. Differenzierte Inhaltsplanung basierend auf Spalten
Ein weiterer häufiger Grund für inhaltliche Leere ist, dass die Inhalte verschiedener Spalten „sich ähneln“. Zum Beispiel, wenn die Spalten „Unternehmensprofil“ und „Teamvorstellung“ oder „Serviceprozess“ und „Qualitätsversprechen“ nur allgemeine Aussagen enthalten, können sie den Nutzern keinen unterschiedlichen Informationswert bieten.

Eine sinnvolle Inhaltsplanung sollte jeder Spalte eine andere Informationsrolle zuweisen:
- Unternehmensprofil: Fokus auf Unternehmenshintergrund, Entwicklungsgeschichte und Kernvorteile, vermeiden Sie eine reine Aufzählung.
- Produkte/Dienstleistungen: Jedes Produkt auf einer eigenen Seite mit Funktionsbeschreibung, Anwendungsszenarien, Parametern oder Spezifikationen, häufig gestellten Fragen usw. Vermeiden Sie leere Phrasen wie „gute Qualität, exzellenter Service“.
- Fallstudien/Projekte: Bieten Sie echte Hintergründe, Herausforderungen, Lösungen und Ergebnisse. Wenn Daten nicht veröffentlicht werden können, beschreiben Sie qualitative Erkenntnisse.
- Neuigkeiten/Aktuelles: Aktualisieren Sie Unternehmensaktivitäten, Branchenmeinungen, technische Artikel. Halten Sie einen monatlichen oder vierteljährlichen Rhythmus ein, um lange Inaktivität nach dem Launch zu vermeiden.
Wenn der Inhalt einer Spalte tatsächlich gering ist (z. B. bei einem Unternehmen mit nur einem Produkt), können Spalten zusammengelegt oder Details durch Unterseiten erweitert werden, anstatt mehrere leere Seiten zu erzwingen.
3. Frühzeitige Vorbereitung von echten, umsetzbaren Inhaltsmaterialien
Inhaltliche Leere ist oft mit „spontanem Zusammenstellen“ verbunden. Viele Unternehmen beginnen erst mit dem Schreiben von Inhalten, wenn die Website-Entwicklung fast abgeschlossen ist. Unter Zeitdruck kopieren sie dann Rahmen von anderen Websites oder füllen mit leeren Adjektiven. Es wird empfohlen, im Website-Erstellungsprozess eine eigene Phase für die Inhaltsvorbereitung einzuplanen:
- Bildung eines Inhalts-Teams: Markt-, Vertriebs-, Technik- oder Kundendienstmitarbeiter liefern gemeinsam Informationen, um Genauigkeit und Fachwissen zu gewährleisten.
- Sammeln von Primärmaterialien: Produkthandbücher, Serviceprozessdokumente, Kundenfeedback, Projektzusammenfassungen, Branchenberichte usw. können als Rohmaterial für Inhalte dienen.
- Strukturiertes Schreiben: Erstellen Sie für jede Seite eine Gliederung mit Titeln, Absatzschwerpunkten, Bildvorschlägen, Fallverweisen usw., um zielloses Schreiben zu vermeiden.
Wenn bestimmte Seiten nicht ausreichend gefüllt werden können, ist es besser, sie auf einen Absatz oder eine Liste zu reduzieren, als sinnlose Floskeln zu stapeln.

4. Einrichtung eines Inhaltsüberprüfungs- und Testmechanismus
Vor dem offiziellen Launch der Website sollte eine Inhaltsüberprüfung durch nicht direkt beteiligte Personen erfolgen. Die Überprüfungsschwerpunkte umfassen:
- Hat jede Seite spezifische Informationen, anstatt allgemeiner Aussagen?
- Kann der Nutzer innerhalb von 5 Sekunden den Kernwert der Seite verstehen?
- Gibt es unklare Formulierungen, widersprüchliche Informationen oder übertriebenes Marketing?
Darüber hinaus können einige Zielkunden oder interne Neueinsteiger gebeten werden, wichtige Seiten zu lesen, um ihr Verständnis und ihre Fragen zu sammeln. Wenn die Tester nach dem Lesen immer noch nicht verstehen, was das Unternehmen tut, müssen die Inhalte weiter angepasst werden.
5. Kontinuierliche Ergänzung und Optimierung nach dem Launch
Die Vermeidung von inhaltlicher Leere ist nicht nur eine Aufgabe vor dem Launch. Nach dem Launch sollten Betreiber regelmäßig das Nutzerverhalten auf den Seiten überprüfen (z. B. Verweildauer, Klick-Hitzekarten). Für Seiten mit hohen Absprungraten sollten detailliertere Erklärungen, Handlungsaufforderungen oder echte Fallbeispiele hinzugefügt werden. Gleichzeitig sollte ein Inhaltsaktualisierungsplan erstellt werden, um frühe Seiten schrittweise zu bereichern, sodass der Website-Inhalt mit dem Unternehmenswachstum mitwächst.
Zusammenfassend liegt die Wurzel inhaltlicher Leere in unzureichender Planung, hastigem Material und fehlender Überprüfung. Wenn im Website-Erstellungsprozess frühzeitig eine Inhaltsplanung durchgeführt wird, jede Seite ein klares Ziel und echte Informationen hat, kann die Unternehmenswebsite beim offiziellen Launch einen professionellen und vertrauenswürdigen Eindruck hinterlassen.