Bei der Planung der Seitenstruktur vor dem Launch einer Website übersehen viele Unternehmen leicht das Nutzerverhalten, was nach dem Launch zu häufigen Anpassungen oder schlechten Ergebnissen führt. Das Verständnis dieser häufigen Fehler kann den Aufbau der offiziellen Website erleichtern. Typische Probleme bei der Seitenstrukturplanung sind: die interne Organisationsstruktur als Nutzerperspektive zu verwenden, zu viele Hierarchieebenen, unklare Bezeichnungen, Diskrepanz zwischen Inhalt und Seiten sowie das Streben nach Vollständigkeit. Im Folgenden werden diese Punkte analysiert und Empfehlungen gegeben.
Fehler 1: Seitenstruktur spiegelt die Unternehmensorganisation wider
Viele Unternehmen teilen bei der Website-Erstellung die Seiten direkt nach Abteilungen ein, z. B. „F&E-Zentrum“, „Marketingabteilung“ oder „Verwaltung“. Diese Struktur berücksichtigt nur die interne Organisation, ignoriert jedoch, dass Nutzer die Website besuchen, um Produkte zu verstehen oder Probleme zu lösen. Nach dem Betreten der offiziellen Website möchten Nutzer schnell direkt relevante Inhalte wie „Produkte“, „Dienstleistungen“ oder „Lösungen“ finden, anstatt die Abteilungsstruktur des Unternehmens zu studieren.
Empfehlung: Gehen Sie von den Nutzerbedürfnissen aus und organisieren Sie die Seiten nach dem, was der Nutzer sucht. Platzieren Sie Produkte und Dienstleistungen an prominenter Stelle, während interne Informationen wie die Unternehmensvorstellung in den Bereich „Über uns“ eingeordnet werden.

Fehler 2: Zu tiefe Hierarchieebenen erschweren die Informationssuche
Manche Websites haben drei oder vier Hierarchieebenen oder sogar noch tiefere, sodass Nutzer mehrmals klicken müssen, um konkrete Inhalte zu sehen. Beispiel: Erste Ebene „Produktzentrum“, zweite Ebene „Serie A“, dritte Ebene „Modell A-100“, vierte Ebene „Technische Daten“. Zu tiefe Hierarchien erhöhen die Absprungrate, insbesondere bei mobilen Nutzern, da die Bedienung umständlich ist.
Empfehlung: Beschränken Sie die Hierarchie auf maximal drei Ebenen. Bei umfangreichen Inhalten können Filter- oder Suchfunktionen helfen, anstatt die Anzahl der Unterkategorien zu erhöhen.
Fehler 3: Unklare oder zu kreative Seitennamen
Um sich abzuheben, verwenden manche Websites abstrakte Namen wie „Unsere Welt“ oder „Unendliche Möglichkeiten“ als Seitentitel. Solche Namen sind für Nutzer schwer zu verstehen, was zu niedrigen Klickraten führt. Seitennamen sollten direkt und verständlich sein, um Missverständnisse zu vermeiden.
Empfehlung: Verwenden Sie gebräuchliche Begriffe wie „Produktvorstellung“, „Servicebeispiele“, „Newscenter“ oder „Kontakt“. Wenn Sie Markenmerkmale hervorheben möchten, können Sie dem Haupttitel einen Untertitel hinzufügen, aber lassen Sie den Nutzer nicht raten.

Fehler 4: Leere oder zu wenige Inhalte auf den Seiten
Vor dem Launch sind die Seiten zwar geplant, aber die Inhalte nicht vorbereitet, sodass einige Seiten nur einen Titel ohne Text oder nur ein oder zwei Sätze enthalten. Dies vermittelt einen unprofessionellen und unzuverlässigen Eindruck und beeinträchtigt auch die Suchmaschinenerfassung.
Empfehlung: Bereiten Sie die Inhalte bereits während der Website-Entwicklungsphase vor. Jede Kernseite sollte mindestens 3–5 wertvolle Artikel oder Seiten enthalten, um „leere Fenster“ zu vermeiden. Wenn die Inhalte vorübergehend nicht ausreichen, können Sie verwandte Seiten zusammenlegen und später bei mehr Inhalten wieder aufteilen.
Fehler 5: Streben nach Vollständigkeit bei Vernachlässigung der Schwerpunkte
Manche Unternehmen möchten mit der offiziellen Website alle Möglichkeiten abdecken und richten zehn oder sogar mehr als zwanzig Hauptkategorien ein. Dies führt dazu, dass Nutzer beim Browsen überfordert sind und wichtige Informationen untergehen. Tatsächlich können Nutzer nur eine begrenzte Anzahl von Seiten im Gedächtnis behalten.

Empfehlung: Priorisieren Sie Kernseiten (wie Produkte, Dienstleistungen, Beispiele, Über uns). Nicht-kernige Inhalte können in „Mehr“ oder Dropdown-Menüs platziert werden. Eine Anzahl von 5–8 Hauptkategorien ist in der Regel sinnvoll.
Durch das Vermeiden dieser Fehler wird der Aufbau der offiziellen Website reibungsloser. Nach Abschluss der Seitenstrukturplanung empfiehlt es sich, einen Nutzertest durchzuführen oder Kollegen zu bitten, die Website zu simulieren, um zu prüfen, ob wichtige Informationen innerhalb von drei Klicks gefunden werden können. Eine gut geplante Seitenstruktur verbessert nicht nur die Nutzererfahrung, sondern legt auch eine solide Grundlage für zukünftige Inhaltsaktualisierungen und SEO-Optimierung.


