Bei der Keyword-Planung konzentrieren sich viele nur auf die Keyword-Liste und übersehen dabei den Zustand der internen Verlinkung. Wenn die Linkstruktur chaotisch ist, lässt sich selbst die beste Keyword-Strategie nicht umsetzen. Hier finden Sie eine Checkliste für die interne Verlinkung, die Sie bei der Keyword-Planung systematisch abarbeiten können.
1. Ziel der Prüfung klar definieren
Die Prüfung der internen Verlinkung dient nicht nur dazu, tote Links zu finden, sondern auch zu bestätigen, ob die bestehenden Links die Seitenhierarchie und die Weitergabe von Linkgewicht (PageRank) im Rahmen der Keyword-Planung unterstützen. Möchten Sie beispielsweise, dass eine Kategorieseite gezielt für das Keyword „Unternehmenswebsite-Erstellung“ optimiert wird, dann prüfen Sie, ob genügend relevante interne Links auf diese Seite zeigen und ob die Ankertexte natürlich wirken.
2. Linkquellen prüfen
Interne Links stammen hauptsächlich aus Navigation, Inhalt, Sidebar, Breadcrumbs und Footer. Prüfen Sie die Links nach Quelle:

- Navigationslinks: Sind die wichtigsten Kategorien und Keywords abgedeckt? Ist die Navigationsebene zu tief?
- Inhaltslinks: Verweisen die Ankertexte in Artikeln auf relevante Seiten? Sind sie überoptimiert?
- Sidebar und Footer: Werden hier viele bedeutungslose Links gehäuft? Beeinträchtigen sie die Benutzererfahrung?
3. Ankertexte prüfen
Ankertexte sind die klickbaren Texte eines Links und ein wichtiges Signal für die Keyword-Relevanz. Achten Sie bei der Prüfung auf Folgendes:
- Enthält der Ankertext das Ziel-Keyword? Zum Beispiel ist bei einem Link zur Kategorie „Webdesign“ der Ankertext „Webdesign“ aussagekräftiger als „hier klicken“.
- Wenn mehrere Links auf derselben Seite auf dasselbe Ziel verweisen, sind die Ankertexte dann zu ähnlich? Variieren Sie sie angemessen.
- Stimmt der Ankertext mit dem Inhalt der Zielseite überein? Vermeiden Sie irreführende Links.
4. Zielseiten prüfen
Jeder Link sollte auf eine wertvolle Seite verweisen. Prüfen Sie dabei:

- Existiert die Zielseite? Testen Sie jeden Link, um tote Links zu vermeiden.
- Ist die Zielseite relevant zum Ankertext? Wenn der Ankertext „Website-Wartung“ lautet, aber auf „Kontakt“ verweist, ist das nicht relevant.
- Ist die Zielseite als Landingpage für das Keyword geeignet? Wenn Sie beispielsweise für „Website-Relaunch“ optimieren möchten, sollte der Link auf die Service-Seite für Relaunch verweisen, nicht auf die Startseite.
5. Hierarchie prüfen
Die Ebenen der internen Verlinkung beeinflussen die Weitergabe von Linkgewicht. Idealerweise sollten wichtige Seiten von der Startseite aus in höchstens drei Klicks erreichbar sein. Prüfen Sie:
- Sind die Seiten für Kern-Keywords zu weit von der Startseite entfernt? Wenn ja, erwägen Sie, zusätzliche Links in Navigation oder Startseite einzufügen.
- Gibt es verwaiste Seiten (Orphan-Seiten), auf die keine anderen Seiten verlinken? Diese Seiten erhalten kaum Linkgewicht.
- Ist die Breadcrumb-Navigation klar? Breadcrumbs helfen nicht nur den Nutzern, sondern auch Suchmaschinen, die Hierarchie zu verstehen.

6. Dokumentation und Aktualisierung
Nach der Prüfung empfiehlt es sich, eine Tabelle zu führen, die für jeden Link die Quellseite, den Ankertext, die Zielseite, den Status (funktioniert/toter Link/nicht relevant) und die Verbesserungsmaßnahme festhält. So können Sie bei der Umsetzung der Keyword-Planung die Links parallel optimieren.
Die Prüfung der internen Verlinkung ist keine einmalige Aufgabe, sondern sollte regelmäßig im Rahmen der Keyword-Planung erfolgen. Bei jeder Anpassung von Keywords oder neuen Inhalten sollten Sie die Checkliste durchgehen, um spätere Wartungskosten zu reduzieren.





