Bei einem Website-Relaunch kann es nach dem Launch zu vielen 404-Fehlern kommen, wenn nur das Design der neuen Seiten berücksichtigt wird und die Behandlung alter Links vernachlässigt wird. Besucher, die alte Adressen aufrufen, sehen Fehlermeldungen, und Suchmaschinen können bei erneutem Crawling die zuvor aufgebaute Seitenautorität verlieren. Wenn Sie vor dem Relaunch etwas Zeit investieren, um alte Links zu bereinigen und grundlegende SEO-Optimierungen vorzunehmen, kann die neue Website schneller wieder stabil werden.
Schritt 1: Vor dem Relaunch eine vollständige Liste aller alten URLs exportieren
Bevor Sie mit der Umgestaltung beginnen, exportieren Sie zunächst die vollständigen URLs der alten Website als Grundlage für die weiteren Schritte. So gehen Sie vor:
- Exportieren Sie die Seitenliste aus dem Backend der Website, einschließlich aller Kategorieseiten, Artikel- und Produktseiten, und notieren Sie die vollständige URL und den Titel jeder Seite.
- Prüfen Sie die sitemap.xml im Stammverzeichnis der Website. Wenn sie zuvor eingereicht wurde, enthält sie in der Regel die URLs der wichtigsten Seiten und kann als Ergänzung dienen.
- Wenn die Website mehrere Domains oder Subdomains hat, erstellen Sie auch dafür separate Listen, um nichts zu übersehen.
Nach dem Export empfiehlt es sich, die Daten in einer Tabelle zu organisieren, mit Spalten für alte URL, neue URL (falls vorhanden), Status (beibehalten, gelöscht, zusammengeführt) und Anmerkungen. So ist die Einrichtung von Weiterleitungen später übersichtlich.

Schritt 2: Die Zuordnung zwischen alten URLs und neuen Seiten einzeln prüfen
Nach dem Relaunch kann sich die Seitenstruktur ändern, z. B. durch Zusammenlegung von Kategorien oder Neuordnung von Produkten. In diesem Fall müssen Sie für jede alte URL die entsprechende neue Adresse finden. Die Kriterien:
- Der Inhalt der alten Seite existiert weiterhin, aber die Adresse hat sich geändert: Direkt der neuen URL zuordnen.
- Der Inhalt der alten Seite wurde in eine andere Seite integriert: Der neuen URL nach der Zusammenführung zuordnen, z. B. wenn zwei alte Produktseiten zu einer zusammengeführt werden, zeigen beide alten URLs auf die neue Seite.
- Der Inhalt der alten Seite wurde gelöscht und es gibt keinen Ersatz: Sie können vorübergehend als 404 belassen, aber es ist besser, eine relevante Empfehlungsseite einzurichten, z. B. auf die Startseite oder eine Kategorieseite zu verweisen.
Dieser Schritt muss nicht auf einmal abgeschlossen werden, sondern kann abschnittsweise erfolgen, sollte aber vor dem Relaunch vollständig abgeschlossen sein, da eine spätere Nachverfolgung nach dem Launch schwierig ist.
Schritt 3: Beim Launch 301-Weiterleitungen einrichten, nicht 404 zurückgeben
Eine 301-Weiterleitung teilt Browser und Suchmaschinen mit, dass eine alte Adresse dauerhaft auf eine neue Adresse verschoben wurde. Beim Relaunch sollten Sie für alte URLs, die eine entsprechende neue Seite haben, unbedingt 301-Weiterleitungen einrichten, anstatt den Server direkt 404 zurückgeben zu lassen. So gehen Sie vor:
- Fügen Sie in der Serverkonfiguration (z. B. .htaccess bei Apache, Konfigurationsdatei bei Nginx) Weiterleitungsregeln hinzu, die alte URLs auf neue URLs umleiten.
- Wenn Sie keine technischen Möglichkeiten haben, können Sie auch ein Plugin für 301-Weiterleitungen im Backend (falls ein CMS verwendet wird) nutzen oder den Hosting-Anbieter um Unterstützung bitten.
- Richten Sie Weiterleitungen einzeln ein und verwenden Sie keine Platzhalter, die alle alten Links auf die Startseite umleiten, da dies viel Autorität verlieren würde.
Nach der Einrichtung können Sie mit Online-Tools oder direkt im Browser die alten URLs eingeben, um zu prüfen, ob sie auf die neuen Seiten weiterleiten und der Statuscode 301 ist.

Schritt 4: Interne alte Links und Navigation aktualisieren
Wenn es auf der Website noch Links gibt, die auf alte URLs verweisen, z. B. Links in Artikeln, Navigationsmenüs oder Footer-Links, sollten diese nach dem Relaunch ebenfalls aktualisiert werden. Andernfalls gelangen Benutzer nach einem Klick über eine Weiterleitung zur neuen Seite, was einen zusätzlichen Sprung bedeutet, und Suchmaschinen müssen beim Crawlen ebenfalls einen zusätzlichen Schritt gehen.
So gehen Sie vor:
- Exportieren Sie alle Artikelinhalte aus dem Backend, suchen Sie nach alten URLs und ersetzen Sie sie durch neue URLs.
- Überprüfen Sie Navigationsmenü und Footer, um sicherzustellen, dass alle Links auf neue Adressen zeigen.
- Wenn die Website eine Suchfunktion hat, stellen Sie sicher, dass die Suchergebnislinks auf neue URLs verweisen.
Dieser Schritt kann direkt nach dem Relaunch durchgeführt werden, aber es ist besser, die Ersetzungsliste bereits vor dem Relaunch vorzubereiten.
Schritt 5: Nach dem Relaunch 404-Seiten prüfen und Sitemap einreichen
Nach dem Relaunch ist die Arbeit nicht sofort beendet. Sie sollten aktiv prüfen, ob alte Links übersehen wurden. Methoden:

- Nutzen Sie Webmaster-Tools (wie Baidu Search Resource Platform, Google Search Console), um die Website zu crawlen und den 404-Bericht anzusehen.
- Sie können auch Drittanbieter-Crawler-Tools verwenden, um die alte URL-Liste zu simulieren und zu sehen, welche 404 zurückgeben.
- Erstellen Sie eine neue sitemap.xml und reichen Sie sie bei Suchmaschinen ein, um die Indexierung neuer Seiten zu beschleunigen.
Wenn Sie unverarbeitete alte URLs finden, ergänzen Sie rechtzeitig Weiterleitungen oder aktualisieren Sie Links.
Vor einem Website-Relaunch ist die Behandlung alter Links ein wichtiger, aber oft übersehener Bestandteil der SEO-Grundoptimierung. Wenn Sie die oben genannten Schritte befolgen – Listen erstellen, Zuordnungen prüfen, Weiterleitungen konfigurieren, interne Links aktualisieren und nach dem Launch kontinuierlich überprüfen – können Sie den Relaunch-Prozess reibungsloser gestalten und die langfristige Leistung der Website weniger beeinträchtigen.





