Design-Ratgeber

Welche Unterlagen ein neues Unternehmen für das Logo-Design bereitstellen sollte

Bevor ein neues Unternehmen ein Logo-Design beauftragt, sollten Firmenname, Geschäftsbeschreibung, Einsatzszenarien, Stilreferenzen sowie Text- und Urheberrechtsinformationen vorbereitet werden. Dieser Artikel erläutert die Prioritäten der Unterlagenvorbereitung, wichtige Kommunikationspunkte mit Designern sowie Aspekte zu Preis, Quelldateien und Abnahme, die vorab geklärt werden sollten.

Illustrative Szene

Zunächst: Logo-Design bedeutet nicht, nur einen Namen zu nennen

Wenn ein neues Unternehmen einen Designer mit dem Logo-Design beauftragt, entsteht die häufigste Kommunikationslücke dadurch, dass nur eine kurze Nachricht wie „Wir heißen XY, bitte entwerfen Sie ein Logo“ gesendet wird. Der Designer erhält diese eine Zeile, weiß weder, was das Unternehmen macht, noch wo das Logo erscheinen wird, und kann nur nach Gefühl einige Entwürfe erstellen – was zu mehr Hin-und-Her-Änderungen führt. Das Ziel der Unterlagenvorbereitung ist es, dem Designer vor Beginn der Arbeit ein Verständnis für Ihr Unternehmen, Ihre Einsatzszenarien und Ihre Rahmenbedingungen zu vermitteln.

Die Unterlagen müssen nicht auf einmal vollständig sein, aber je früher die folgenden Informationen klar sind, desto weniger wird die Entwurfsrichtung vom Kurs abweichen.

Unbedingt erforderliche Basisinformationen

1. Firmenname und Schreibweise

Geben Sie den vollständigen Firmennamen, die Markenkurzform, den englischen Namen (falls vorhanden) an und erklären Sie, ob im Logo der vollständige Name, die Kurzform oder nur das Bildzeichen erscheinen soll. Die Schreibweise in Chinesisch, Englisch und Pinyin muss Zeichen für Zeichen bestätigt werden, einschließlich Groß- und Kleinschreibung, Leerzeichen und Bindestrichen. Wenn der Name seltene Schriftzeichen oder mehrdeutige Aussprachen enthält, geben Sie am besten auch eine Ausspracheerklärung an, damit der Designer bei der Schriftwahl keine Fehleinschätzung vornimmt.

2. Geschäftsbeschreibung und Zielgruppe

Beschreiben Sie in wenigen Sätzen, was das Unternehmen tut, an wen es verkauft und worin der Unterschied zu ähnlichen Unternehmen besteht. Es muss kein Businessplan sein, aber vermeiden Sie zu allgemeine Angaben wie „wir machen Internet“ oder „wir machen Handel“. Die Geschäftsbeschreibung beeinflusst direkt die Assoziationsrichtung der Bildzeichen: Ein Unternehmen namens „Cloud“, das Cloud-Computing anbietet, und eines, das Agrarprodukte über E-Commerce vertreibt, benötigen unterschiedliche visuelle Sprachen.

3. Hauptsächliche Einsatzszenarien des Logos

Dieser Punkt wird von neuen Unternehmen leicht übersehen, hat aber großen Einfluss auf das Design. Bitte geben Sie an, wo das Logo vorrangig erscheinen wird, zum Beispiel:

  • Visitenkarten, Briefpapier, E-Mail-Signaturen
  • Website, Mini-Programm, App-Symbol
  • Ladenschilder, Messeplakate
  • Produktverpackungen, Etiketten
  • Social-Media-Profilbilder, Kopfzeilen von E-Commerce-Shops

Verschiedene Szenarien stellen unterschiedliche Anforderungen an das Logo. Ein App-Symbol muss auch bei sehr kleiner Größe erkennbar sein, während Schilder und Verpackungen Verfahren wie einfarbigen Druck, Heißfolienprägung oder Siebdruck betreffen können. Wenn Sie die Szenarien vorab nennen, kann der Designer die Komplexität des Bildzeichens beurteilen und entscheiden, ob eine horizontale oder vertikale Version oder eine einfarbige Variante benötigt wird.

4. Stilvorlieben und Referenzen

Sammeln Sie einige Logos oder visuelle Stile, die Ihnen gefallen, und erklären Sie, was genau Ihnen daran gefällt, zum Beispiel „Ich mag diese klaren Linien“ oder „Ich mag die Wirkung dieser Farbkombination“. Nennen Sie auch Richtungen, die Sie nicht wünschen, etwa keine bestimmten Tiere oder keinen zu cartoonhaften Eindruck. Referenzbilder dienen dazu, den Kommunikationsrahmen einzugrenzen, nicht dazu, dass der Designer sie kopiert.

Hilfreich, wenn vorhanden: Unterlagen, die Rückfragen reduzieren

Markenbezogene Texte und Slogans

Wenn das Unternehmen bereits einen Slogan, eine Markengeschichte oder feste Werbesprüche hat, können Sie diese ebenfalls bereitstellen. Das Logo muss manchmal mit diesen Texten kombiniert werden. Wenn der Designer den Text vorab kennt, kann er die Kombinationsweise und den Satzspiegel besser berücksichtigen.

Vorhandene visuelle Assets

Wenn das Unternehmen bereits Markenfarben, Schriftstandards oder frühere Materialien wie Visitenkarten oder Verpackungen festgelegt hat, stellen Sie diese Dateien dem Designer zur Verfügung, um visuelle Konsistenz zu wahren. Falls noch nichts vorhanden ist, können Sie auch Ihre bevorzugte Farbrichtung angeben.

Informationen zu Marke und Urheberrecht

Wenn der Firmenname oder das Bildzeichen bereits zur Markenanmeldung eingereicht wurde, informieren Sie den Designer darüber, damit er in der Entwurfsphase offensichtliche Konflikte vermeiden kann. Wichtig zu wissen: Die Lieferung eines Logo-Designs ist nicht gleichbedeutend mit einer Markeneintragung. Ob eine Marke eingetragen werden kann, erfordert eine separate Recherche und Beurteilung. Diese beiden Dinge sollten nicht vermischt werden.

Budgetrahmen und Zeitplan

Der Budgetrahmen hilft dem Designer einzuschätzen, wie viele Entwürfe und Änderungsrunden vorgesehen sind. Der Zeitplan umfasst den gewünschten Zeitpunkt für den ersten Entwurf und den Bedarf für die finalen Dateien. Wenn feste Termine wie eine Eröffnung oder eine Messe anstehen, teilen Sie diese frühzeitig mit.

Punkte, die bei der Kommunikation mit dem Designer geklärt werden sollten

Was ist im Preis enthalten?

Die Preisunterschiede beim Logo-Design ergeben sich meist aus mehreren Variablen: Anzahl der Entwürfe, Anzahl der Änderungsrunden, ob Markenrichtlinien enthalten sind, ob Anwendungsmaterialien wie Visitenkarten enthalten sind, Art und Anzahl der gelieferten Dateien. Bei der Anfrage können Sie direkt klären: Wie viele Erstentwürfe sind in diesem Preis enthalten, wie viele Änderungsrunden, welche Formate werden final geliefert? Die Preisstrukturen verschiedener Designer und Teams unterscheiden sich. Es ist sinnvoller, die enthaltenen Leistungen genau zu erfragen, als nur den Gesamtpreis zu vergleichen.

Quelldateien und Nutzungsrechte

Die gelieferten Dateien lassen sich in mehreren Ebenen verstehen: Fertige Dateien (z. B. JPG, PNG) dienen der alltäglichen Ansicht und Nutzung; bearbeitbare Vektorquelldateien (z. B. AI, EPS, SVG) ermöglichen spätere Skalierung, Farbanpassung und Änderungen; Schriftarten und Bildmaterial werfen Fragen der Lizenzierung auf. Vor der Beauftragung können Sie klären: Werden Vektorquelldateien bereitgestellt, sind die Schriftarten in den Quelldateien kommerziell nutzbar, wie werden Urheberrecht und Nutzungsumfang des Logos geregelt? Diese Inhalte sollten vor der Zusammenarbeit schriftlich bestätigt werden.

Druck- und Produktionsprozess

Wenn das Logo für Druckmaterialien verwendet wird, müssen Farbmodus, Beschnittzugabe und Verfahrensanforderungen mit der Druckerei abgestimmt werden, bevor die finalen Dateien erstellt werden. Dass eine Designdatei den Druckanforderungen entspricht, bedeutet nicht, dass das Druckergebnis mit dem Bildschirm übereinstimmt. Papier, Farbe und Verfahren beeinflussen das endgültige Erscheinungsbild. Dieser Teil sollte vor der Produktion mit der Druckerei abgestimmt werden.

Prioritäten bei der Unterlagenvorbereitung

Wenn die Zeit knapp ist, können Sie in dieser Reihenfolge vorgehen:

  1. Genaue Schreibweise des Firmennamens
  2. Geschäftsbeschreibung und Zielgruppe
  3. Hauptsächliche Einsatzszenarien des Logos
  4. Stilvorlieben und unerwünschte Richtungen
  5. Budgetrahmen und Zeitplan
  6. Vorhandene visuelle Assets und Markeninformationen

Die ersten vier Punkte bestimmen direkt die Designrichtung, die letzten beiden beeinflussen den Kooperationsrhythmus und den Lieferumfang. Je konkreter die Unterlagen, desto geringer der Kommunikationsaufwand in der Anfangsphase und desto eher entsprechen die Entwürfe Ihren tatsächlichen Anforderungen.

Wenn Sie ein Logo oder markenbezogenes Grafikdesign beauftragen möchten, können Sie sich über unsere Grafikdesign-Leistungen informieren. Bereiten Sie die Unterlagen zunächst anhand der obigen Checkliste vor und treten Sie dann in die konkrete Abstimmung ein.

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