Zunächst zwei Dinge unterscheiden: Größenanpassung ist Anpassung, Redesign ist Neugestaltung
Bei der Größenanpassung von Werbebildern wird ein vorhandenes Design auf neue Abmessungen oder Proportionen übertragen. Beispielsweise wird ein quadratisches Bild in ein Hochformat gebracht oder ein Querformat-Banner in ein anderes Seitenverhältnis für einen Werbeplatz umgewandelt. Der Kern besteht darin, den ursprünglichen Inhalt in der neuen Größe weiterhin nutzbar zu machen, ohne den visuellen Stil, das Hauptmotiv und die Textebenen zu verändern.
Ein Redesign hingegen legt Layoutstruktur, visuellen Stil, Informationshierarchie und gegebenenfalls sogar die Texte neu fest. Es beginnt nicht unbedingt bei null, liefert aber eine neue Designversion und keine Größenvariante des Originals.
Die Entscheidung ist einfach: Wenn nur Größe, Proportionen, Weißraum oder Elementpositionen angepasst werden müssen, handelt es sich um eine Größenanpassung. Wenn das Bild selbst einen neuen Stil, eine neue Struktur oder ein neues Hauptmotiv benötigt, ist es ein Redesign.
Wann eine Größenanpassung sinnvoll ist
Eine Größenanpassung eignet sich, wenn ein vorhandenes Design auf verschiedene Werbeplätze mit unterschiedlichen Abmessungen ausgespielt werden soll und der Bildinhalt im Wesentlichen unverändert bleibt. Typische Fälle: Ein Kampagnen-Hauptmotiv wird in Quer-, Hoch- und Quadratformat benötigt; ein Produktbild für den E-Commerce soll an verschiedene Darstellungen angepasst werden; ein Social-Media-Werbegrafik soll in gängige Formate verschiedener Plattformen gebracht werden.
Der Schwerpunkt liegt hier auf Anpassung, nicht auf Kreation. Zu beachten sind unter anderem:
- Ob das Original in Ebenen aufgebaut ist und Text, Produktbild und Hintergrund unabhängig voneinander angepasst werden können;
- Ob das Hauptmotiv im neuen Format beschnitten oder verzerrt wird;
- Ob der Text im neuen Seitenverhältnis noch lesbar ist und nicht verdeckt wird;
- Ob Sicherheitsbereiche, Ränder und Plattformvorgaben berücksichtigt werden müssen.
Wenn das Original nur als zusammengeführte Bilddatei ohne bearbeitbare Quelldatei vorliegt, sind die Möglichkeiten der Größenanpassung stark eingeschränkt. Oft bleibt nur Beschneiden oder Hinzufügen von Rändern, was sich vom Ergebnis einer Anpassung mit Ebenen-Quelldatei unterscheidet.
Wann ein Redesign erforderlich ist
Ein Redesign ist notwendig, wenn das bestehende Bild durch Größenanpassung nicht für den neuen Zweck geeignet ist. Typische Fälle:
- Die Einsatzumgebung ändert sich stark, und die ursprüngliche Layoutstruktur passt nicht zum neuen Format;
- Hauptmotiv, Farbgebung oder Stil müssen aktualisiert werden;
- Die Informationshierarchie soll angepasst werden, z. B. lag der Fokus früher auf dem Preis, jetzt auf der Marke;
- Der Text ändert sich stark und passt nicht mehr in das ursprüngliche Layout;
- Es gibt keine bearbeitbare Quelldatei, sodass keine wirksamen Änderungen möglich sind.
Der Arbeitsaufwand für ein Redesign hängt vom Umfang der Änderungen ab. Nur Layout und Anordnung anzupassen ist eine andere Größenordnung als ein neues Hauptmotiv zu entwerfen, neue Bilder zu wählen und Texte neu zu strukturieren. Bei der Beauftragung sollte man angeben, was erhalten und was neu erstellt werden soll, damit Angebot und Zeitplan besser abgestimmt werden können.
Unterschiede bei der Materialvorbereitung
Bei einer Größenanpassung muss der Auftraggeber hauptsächlich die Original-Designdatei und zugehörige Materialien bereitstellen. Wenn das Original von einem anderen Designer stammt, ist es ratsam, die bearbeitbare Quelldatei bereitzustellen und anzugeben, ob Schriften, Bilder und Grafiken weiterverwendet werden dürfen. Werden nur exportierte JPG- oder PNG-Dateien geliefert, sind die Anpassungsmöglichkeiten begrenzt.
Für ein Redesign werden neben vorhandenen Materialien auch Markeninformationen, Texte, Referenzrichtungen, Einsatzszenarien und Formatvorgaben benötigt. Zu den Markeninformationen gehören Logo, Schriftarten, Farbwerte und bestehende visuelle Richtlinien. Zu den Texten gehören Hauptüberschrift, Unterüberschrift, Handlungsaufforderung und notwendige Hinweise. Je vollständiger die Materialien, desto weniger Rückfragen sind während des Designprozesses nötig.
In beiden Fällen sollte der endgültige Verwendungszweck und der Ausspielungsort frühzeitig genannt werden, da unterschiedliche Orte verschiedene Anforderungen an Größe, Seitenverhältnis, Schriftgröße und Sicherheitsbereiche stellen. Bei Druckmaterialien müssen zudem Beschnitt, Farbmodus und Schrifteinbettung mit der Druckerei abgestimmt werden – diese Leistungen sind nicht automatisch im Design enthalten.
Unterschiede bei der Angebotskalkulation
Der Preis für eine Größenanpassung richtet sich in der Regel nach Anzahl der Formate, Anpassungsschwierigkeit und Korrekturrunden. Reines proportionales Skalieren ist weniger aufwendig; wenn Layout neu angeordnet, die Position des Hauptmotivs geändert oder die Textebene neu aufgebaut werden muss, steigt der Aufwand. Bei der Bündelung mehrerer Formate hängen die Kosten meist von der Anzahl der Formate, dem Grad der Proportionsunterschiede und der Notwendigkeit manueller Einzelanpassungen ab.
Der Preis für ein Redesign richtet sich nach dem Designumfang. Zu den Kostenfaktoren gehören: Anzahl der zu gestaltenden Motive, ob die Erstellung eines Hauptmotivs enthalten ist, ob Bildbearbeitung oder neue Bilder nötig sind, ob Texte vom Designer strukturiert werden, Anzahl der Korrekturrunden und ob eine Erweiterung auf mehrere Formate enthalten ist. Wenn nach dem Redesign zusätzlich mehrere Formate ausgegeben werden sollen, kann dies separat berechnet oder in das Gesamtangebot aufgenommen werden – dies sollte vor der Beauftragung geklärt werden.
Es gibt keine einheitlichen Marktpreise. Verschiedene Designer, Komplexitätsgrade und Lieferanforderungen beeinflussen die Kosten. Auftraggeber können verlangen, dass im Angebot aufgeführt wird, welche Leistungen enthalten sind und welche nicht, um spätere Zusatzkosten durch unklaren Umfang zu vermeiden.
Worauf bei Lieferung und Abnahme zu achten ist
Bei der Lieferung einer Größenanpassung ist zu prüfen, ob das Hauptmotiv im neuen Format vollständig ist, der Text klar lesbar ist, keine Verzerrung vorliegt und die Ränder angemessen sind. Wenn eine Markenrichtlinie existiert, sollten auch Farben und Schriften auf Übereinstimmung geprüft werden.
Bei der Lieferung eines Redesigns sind neben Größe und Bildschärfe auch Layoutstruktur, Informationshierarchie, Textgenauigkeit und die korrekte Verwendung von Markenelementen zu prüfen. Die Lieferdateien bestehen üblicherweise aus Fertigdateien und bearbeitbaren Dateien: Fertigdateien dienen der direkten Ausspielung oder dem Druck, bearbeitbare Dateien der späteren Anpassung. Da beide unterschiedliche Zwecke haben, sollte vor der Beauftragung geklärt werden, welche benötigt wird und ob Lizenzfragen für Schriften und Bilder geklärt sind.
Wenn später weitere Größenanpassungen oder inhaltliche Änderungen anstehen, ist es praktischer, die bearbeitbare Quelldatei aufzubewahren. Format, Ebenenstruktur und Editierbarkeit der Schriften beeinflussen den Aufwand späterer Änderungen.
Wie man wählt: Zuerst prüfen, ob das Original verwendbar ist, dann das Ausmaß der Änderungen
Wenn das Original klar in Ebenen aufgebaut ist, der Stil weiterhin passt und nur Größe oder Proportionen angepasst werden müssen, ist eine Größenanpassung vorzuziehen. Wenn das Original nicht bearbeitbar ist, der Stil aktualisiert werden muss, die Informationsstruktur geändert werden soll oder der neue Zweck stark vom ursprünglichen Design abweicht, ist ein Redesign besser geeignet.
In der Praxis können beide Ansätze kombiniert werden: Zuerst wird ein neues Hauptmotiv entworfen und anschließend in mehrere Formate erweitert. Bei der Beauftragung sollten Verwendungszweck, vorhandene Materialien, gewünschte Lieferergebnisse und Budgetrahmen gemeinsam genannt werden, damit der Designer den Aufwand einschätzen und ein passendes Angebot erstellen kann. Für die Beauftragung von Grafikdesign-Leistungen können Sie die Seite Grafikdesign-Service besuchen, um Umfang und Ablauf kennenzulernen.





