Betriebswissen

Wie Angebotsanfragen und Leistungsbeschreibung auf Unternehmenswebsites kombiniert werden

Ausgehend von der Entscheidungsreihenfolge der Besucher wird erklärt, wie Angebotseinstieg und Leistungsbeschreibung ineinandergreifen, wo sie platziert werden, wie Formularfelder abgestimmt werden und was bei der Pflege zu beachten ist.

Illustrative Szene

Viele Unternehmenswebsites behandeln „Leistungsbeschreibung“ und „Angebotseinstieg“ als zwei getrennte Bereiche: Die Leistungsbeschreibung steht unter „Über uns“ oder „Leistungen“, der Angebotseinstieg ist ein isolierter Button oder ein Formular. Das Ergebnis: Besucher wissen nach der Leistungsbeschreibung nicht, was der nächste Schritt ist – oder sie landen in einem Angebotsformular, ohne die Leistung zu kennen, und sind unsicher, ob das Unternehmen ihre Anforderung überhaupt abdecken kann.

Beide Teile bedienen denselben Pfad: Zuerst prüft der Besucher, ob das Unternehmen das bietet, was er braucht. Danach entscheidet er, ob er eine Anfrage hinterlässt, um ein Angebot zu erhalten. Es geht also nicht darum, einen Button in die Beschreibung einzufügen, sondern darum, dass die Leistungsbeschreibung filtert und vorbereitet, während der Angebotseinstieg die bereits interessierten Besucher aufnimmt.

Zuerst klären, was Besucher vor einer Angebotsanfrage wissen müssen

Besucher von Unternehmenswebsites lassen sich grob in zwei Gruppen teilen. Die einen wissen bereits, was sie brauchen, vergleichen nur Anbieter und fragen sich: Könnt ihr das, wie lange dauert es, in welchem Preisrahmen bewegt sich das? Die anderen sind noch in der Orientierungsphase und müssen zunächst die Leistungsgrenzen verstehen. Beide Gruppen haben unterschiedliche Anforderungen an die Leistungsbeschreibung, aber beide entwickeln irgendwann den Impuls, „einfach mal nachzufragen“.

Die Leistungsbeschreibung sollte diese Fragen in einer sinnvollen Reihenfolge beantworten: Welche Leistungen bietet ihr an? Für welche Unternehmenstypen oder Szenarien passt das? Was ist ungefähr im Lieferumfang enthalten? Welche Voraussetzungen gibt es – zum Beispiel welche Unterlagen der Kunde bereitstellen muss oder ob eine Vor-Ort-Unterstützung nötig ist? Wenn diese Informationen klar sind, hat der Besucher bereits eine Vorauswahl getroffen, bevor er auf den Angebotseinstieg klickt.

Wie Angebotsanfragen und Leistungsbeschreibung auf Unternehmenswebsites kombiniert werden配图

Wenn in der Leistungsbeschreibung nur steht „professionelles Team, langjährige Erfahrung, serviceorientiert“, kann der Besucher die Passung nicht einschätzen und muss über das Angebotsformular nachfragen. Die Anzahl der Anfragen wirkt dann hoch, aber viele bleiben auf der Ebene „Macht ihr überhaupt XY?“ – der Kommunikationsaufwand steigt statt zu sinken.

Wo der Angebotseinstieg in der Leistungsbeschreibung platziert wird

Der Angebotseinstieg muss nicht nur am Seitenende oder in der Navigation erscheinen. Sinnvoller ist es, an verschiedenen Stellen der Leistungsbeschreibung jeweils einen Einstieg zu platzieren – aber mit unterschiedlicher Ausrichtung.

Im Bereich der Leistungsübersicht kann ein Einstieg stehen, der eher auf „Angebotsweg verstehen“ zielt. Der Text verweist auf eine Angebotsbeschreibung oder den Beratungsablauf und eignet sich für Besucher, die ihre konkrete Anforderung noch nicht kennen. Am Ende einer einzelnen Leistungs- oder Produktseite steht ein Einstieg, der auf „Angebot für genau diese Leistung“ ausgerichtet ist – hier hat der Besucher die Details bereits gelesen und ist entschlossener. Wenn die Leistungsbeschreibung Vergleiche oder Lösungsszenarien enthält, kann nach dem entsprechenden Abschnitt ein Einstieg stehen, der Besucher in der Entscheidungsphase auffängt.

Vermeiden sollte man, nach jedem Absatz einen Button einzufügen. Zu viele Einstiege wirken aufdringlich und verwässern die Bedeutung des einzelnen Einstiegs. Die Faustregel ist einfach: Entsteht an dieser Stelle gerade der Gedanke „Ich möchte den Preis oder die Machbarkeit wissen“? Wenn ja, dann platzieren. Wenn nicht, dann nicht.

Welche Inhalte in der Leistungsbeschreibung Rückfragen bei der Angebotserstellung reduzieren

Die häufigsten Rückfragen bei der Angebotserstellung entstehen, weil Kunden nicht wissen, was in der Leistung enthalten ist und was nicht. Die Leistungsbeschreibung kann diese Grenzen vorab klären: Wird die Leistung projektbezogen oder periodisch abgerechnet? Ist eine spätere Wartung enthalten? Welche Schritte erfordern die Mitwirkung des Kunden? Konkrete Beträge sind nicht nötig, aber der Besucher kann die wichtigsten Informationen bereits bei der Anfrage mitgeben.

Ein weiterer wirksamer Ansatz ist die Beschreibung „Für wen ist das geeignet?“ – zum Beispiel für Unternehmen, die bereits eine Website haben und diese überarbeiten möchten, oder für Teams, die eine langfristige Content-Betreuung benötigen. Solche Beschreibungen filtern unpassende Anfragen auf natürliche Weise heraus, sodass die über den Angebotseinstieg eingehenden Anfragen näher am tatsächlichen Geschäftsbereich liegen.

Wenn das Angebot mehrere Leistungsrichtungen umfasst, empfiehlt es sich, die Beschreibung in Kategorien zu gliedern, statt alles auf einer Seite zu bündeln. Besucher gelangen über die Navigation in die konkrete Richtung und fordern dort ein Angebot an. Der Pfad ist klarer, und die Inhalte jeder Richtung lassen sich später leichter separat pflegen.

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Wie Formularfelder mit der Leistungsbeschreibung abgestimmt werden

Formularfelder sollten nicht möglichst viele sein, aber auch nicht nur eine Kontaktmöglichkeit enthalten. Die Feldgestaltung kann sich an den in der Leistungsbeschreibung genannten Unterscheidungskriterien orientieren. Wenn die Beschreibung beispielsweise Leistungstypen unterscheidet, kann das Formular den Besucher die Beratungsrichtung auswählen lassen. Wenn in der Beschreibung steht, dass der Kunde Unterlagen bereitstellen muss, kann das Formular ein kurzes Feld für die Bedarfsbeschreibung vorsehen.

Feldbezeichnungen sollten konkret sein und vage Begriffe wie „Nachricht“ oder „Anmerkung“ vermeiden. Formulierungen wie „Gewünschte Leistung“ oder „Ungefähre Projektsituation“ sind für Besucher leichter auszufüllen, und die Betreuung kann nach Eingang besser einschätzen, an wen die Anfrage weitergeleitet werden sollte.

Bei vielen Feldern können diese in Schritte oder Gruppen aufgeteilt werden: zuerst die notwendigen Informationen, dann ergänzende Details. Die konkrete Umsetzung hängt von den Formularfunktionen des jeweiligen Systems ab. Hier wird keine bestimmte Funktion vorausgesetzt, sondern nur eine übliche Vorgehensweise beschrieben.

Wie nach dem Launch geprüft wird, ob beides wirklich verzahnt ist

Nach dem Launch oder Relaunch der Website kann in dieser Reihenfolge geprüft werden:

Erstens: Von der Startseitennavigation in die Leistungsbeschreibung gehen und prüfen, ob der Angebotseinstieg ohne Zurückgehen gefunden werden kann. Zweitens: Alle Unterseiten der Leistungsbeschreibung einzeln öffnen und bestätigen, dass der Text des Angebotseinstiegs zum Inhalt der jeweiligen Seite passt und nicht alle Seiten denselben allgemeinen Text verwenden. Drittens: Das Angebotsformular einmal selbst ausfüllen, den Eingang prüfen und kontrollieren, ob die Pflichtfelder sinnvoll sind. Viertens: Dieselben Seiten mobil öffnen und sicherstellen, dass der Angebotseinstieg nicht so eingeklappt ist, dass er schwer zu finden ist.

Wenn eine Seite der Leistungsbeschreibung wenige Besucher und wenige Klicks auf den Angebotseinstieg aufweist, sollte zuerst geprüft werden, ob die Leistungsgrenzen klar beschrieben sind – statt schnell die Buttonfarbe zu ändern. Wenn der Inhalt nicht vorbereitet, hilft auch ein auffälliger Einstieg kaum, qualifizierte Anfragen zu gewinnen.

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Was bei der laufenden Pflege zu beachten ist

Leistungsbeschreibung und Angebotseinstieg ändern sich mit dem Geschäft. Wenn das Leistungsspektrum erweitert oder reduziert wird, muss die Leistungsbeschreibung aktualisiert werden, und die Auswahl der Beratungsrichtungen im Angebotsformular muss angepasst werden – sonst wählen Besucher Leistungen, die nicht mehr angeboten werden. Wenn Preisinformationen auf der Seite stehen, sollten bei Änderungen alle Seiten geprüft werden, die auf diese Informationen verweisen, damit keine widersprüchlichen Aussagen entstehen.

Es empfiehlt sich, die Seiten der Leistungsbeschreibung und die angebotsbezogenen Seiten in einer Checkliste zu erfassen und bei jeder Leistungsanpassung oder Inhaltsaktualisierung gemeinsam durchzugehen. Das reduziert Probleme wie „Die Beschreibung wurde geändert, das Formular ist noch alt“ und erleichtert neuen Mitarbeitern den schnellen Überblick über die Zusammenhänge der Seiten.

Die Verzahnung von Angebotseinstieg und Leistungsbeschreibung bedeutet im Kern, den Entscheidungsweg aus Sicht des Besuchers einmal zu durchlaufen. Die Leistungsbeschreibung hilft ihm zu beurteilen, ob das Angebot passt. Der Angebotseinstieg fängt ihn auf, wenn er weitergehen möchte. Wenn Position und Inhalt stimmen, werden sowohl die anschließende Kommunikation als auch die Seitenpflege einfacher.

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