Bei der Organisation von Website-Materialien wird der sinnvolle Einsatz von Markenfarben oft übersehen, obwohl er die visuelle Einheitlichkeit und Markenwiedererkennung der offiziellen Website direkt beeinflusst. Viele Unternehmen haben unordentliche Materialstile und Farbkonflikte, deren Ursache in fehlenden klaren Richtlinien zur Verwendung von Markenfarben liegt. Im Folgenden werden aus praktischen Blickwinkeln Methoden zur Verwaltung von Markenfarben bei der Materialorganisation vorgestellt.
1. Markenfarbenstandards festlegen: Materialstile von Grund auf vereinheitlichen
Vor der Materialorganisation sollten die Markenfarben klar definiert werden. Dazu gehören in der Regel Primärfarben, Sekundärfarben, neutrale Farben (Schwarz, Weiß, Grau) und möglicherweise Akzentfarben. Primärfarben sollten nicht zu viele sein, in der Regel 1-2 Farbwerte; Sekundärfarben werden für Symbole, Schaltflächen, Trennlinien usw. verwendet und auf 2-3 begrenzt. Diese Farbwerte sollten in einem Markenleitfaden festgehalten und in der Designsoftware als Farbpalette voreingestellt werden, um sicherzustellen, dass jede Ausgabe Standardfarbwerte verwendet.
2. Nach Materialtyp kategorisieren: Farbüberflutung vermeiden
Verschiedene Materialien haben unterschiedliche Anforderungen an die Verwendung von Markenfarben. Zum Beispiel:
- Logo, Navigationsleiste, Kopf- und Fußzeilen: Vorrangig Primärfarben verwenden, um eine stabile Markenwahrnehmung zu gewährleisten.
- Symbole, Schaltflächen, Tags: Sekundärfarben können kombiniert werden, um die visuelle Hierarchie zu verstärken.
- Bilder, Banner-Hintergründe: Neutrale Farben oder helle Töne der Primärfarben werden empfohlen, um nicht mit dem Text um die visuelle Aufmerksamkeit zu konkurrieren.
- Dekorative Elemente: Wie Trennlinien, Rahmen, Verzierungen – Akzent- oder Sekundärfarben sparsam einsetzen, aber nicht zu großflächig.
Durch die Kategorisierung nach Szenarien wird die Materialorganisation gezielter, anstatt alle Elemente mit Primärfarben zu füllen.
3. Materialvorlagen und Farbpalettendateien erstellen
Die üblichen Markenfarbwerte in Designsoftware (z. B. PS, AI, Figma) voreinstellen und eine Reihe von Standardvorlagen in festgelegten Größen erstellen (z. B. Banner-Vorlagen, Artikel-Titelbild-Vorlagen, Symbolhintergrundrahmen). In diesen Vorlagen sind die Markenfarben bereits festgelegt, sodass nur noch der Inhalt ausgetauscht werden muss, was die Wahrscheinlichkeit von Farbabweichungen erheblich reduziert.
4. Helle/Dunkel-Modi und Graustufen-Reduzierung berücksichtigen
Markenfarben können auf verschiedenen Hintergründen und in hellen/dunklen Modi unterschiedlich wirken. Es wird empfohlen, die Lesbarkeit der Primärfarben auf weißen, hellgrauen und dunklen Hintergründen vorab zu testen. Darüber hinaus können einige Materialien (z. B. ältere Artikel, eingebettete Inhalte von Drittanbietern) möglicherweise keine Markenfarben verwenden. In diesem Fall kann ein „Schwarz-Weiß-Grau“-Reduzierungsplan vorbereitet werden, um sicherzustellen, dass das Gesamtbild auch ohne Markenfarben nicht chaotisch wirkt.
5. Materialbibliothek regelmäßig überprüfen und unpassende Materialien entfernen
In der Materialbibliothek gibt es zwangsläufig ältere Bilder ohne Markenfarben oder stilistisch unterschiedliche Bilder von verschiedenen Anbietern. Es wird empfohlen, vierteljährlich oder halbjährlich eine Materialbereinigung durchzuführen, um Bilder, die nicht den Markenfarbstandards entsprechen, zu ersetzen oder neu zu exportieren. Ein Ordner „zur Löschung vorgemerkt“ sollte angelegt werden, um veraltete Materialien rechtzeitig zu entfernen und zu vermeiden, dass versehentlich alte Farben verwendet werden.
6. Häufige Fehler bei der Verwendung von Markenfarben
- Zu viele Primärfarben: Eine Seite, die vollständig in derselben Blautönung gehalten ist, wirkt eintönig. Es wird empfohlen, den Anteil der Primärfarben auf nicht mehr als 40 % zu begrenzen.
- Neutrale Farben ignorieren: Weißraum, graue Hintergründe und schwarzer Text sind ebenfalls Teil der Markenfarben. Ihr sinnvoller Einsatz kann die Eleganz steigern.
- Keine Verlaufsregeln: Wenn Verläufe verwendet werden, sollten die Verlaufsrichtung (z. B. von links nach rechts) und die Endfarbwerte festgelegt werden, um zufällige Kombinationen zu vermeiden.
Zusammenfassung
Bei der Organisation von Website-Materialien ist der Einsatz von Markenfarben keine einmalige Aufgabe, sondern ein Prozess, der Standards erfordert und kontinuierlich gepflegt werden muss. Durch Farbpaletten-Voreinstellungen, Wiederverwendung von Vorlagen und regelmäßige Überprüfungen können Unternehmen nach und nach ein effizientes und einheitliches Materialverwaltungssystem aufbauen. Wenn die Materialbibliothek derzeit farblich ungeordnet ist, kann mit den am häufigsten verwendeten Bannern und Produktbildern begonnen werden, um die Farben schrittweise zu vereinheitlichen und dann auf andere Module auszuweiten.


