Der Besucherpfad bezeichnet die Seiten und Interaktionsabläufe, die ein Benutzer vom Betreten der Website bis zum Abschluss einer Zielaktion (z. B. Beratung, Kontaktaufnahme, Kauf) durchläuft. Durch das Platzieren passender Informationen an wichtigen Knotenpunkten des Pfades können Benutzer den Inhalt schneller verstehen, Verwirrung reduzieren und die Abschlussrate steigern. Welche Informationen eignen sich also für den Besucherpfad? Im Folgenden werden vier Dimensionen betrachtet: Navigationshinweise, Handlungsanleitungen, Inhaltserklärungen und Vertrauenselemente.
1. Navigationshinweise
An Start- und Wendepunkten des Pfades benötigen Benutzer klare Richtungsangaben. Geeignet sind:
- Positionsanzeige: Wie Breadcrumb-Navigation, damit Benutzer wissen, auf welcher Seite sie sich befinden, und nicht verloren gehen.
- Fortschrittsanzeige: In mehrstufigen Prozessen (z. B. Registrierung, Bestellung) den aktuellen Schritt und die verbleibenden Schritte anzeigen, um Ängste zu reduzieren.
- Zurück/Abbruch-Option: Benutzern ermöglichen, jederzeit zum vorherigen Schritt zurückzukehren, um den Handlungsdruck zu verringern.

2. Handlungsanleitungen
Wenn Benutzer eine bestimmte Aktion ausführen müssen, sollten die Anleitungen direkt und klar sein. Geeignet sind:
- Schaltflächentexte: Wie „Jetzt beraten lassen“ oder „Kostenloses Angebot anfordern“, anstelle von vagen Begriffen wie „Absenden“ oder „Bestätigen“.
- Bedienungshinweise: Hinweistexte neben Formularfeldern (z. B. „Bitte Telefonnummer eingeben“) oder Anforderungen für Datei-Uploads.
- Beispiele/Vorlagen: Um Benutzern das Verständnis von Ausfüllregeln zu erleichtern, wie „Beispiel: Max Mustermann“ oder Referenzfälle.
3. Inhaltserklärungen
Benutzer müssen den Wert des angebotenen Inhalts verstehen, um zu entscheiden, ob sie fortfahren. Geeignet sind:
- Wertversprechen: Oben auf der Seite in ein bis zwei Sätzen zusammenfassen, warum der Benutzer diesen Service oder dieses Produkt benötigt.
- Kernvorteile: Mit Symbolen oder kurzen Absätzen 3–5 Hauptvorteile darstellen, dabei absolute Formulierungen vermeiden.
- Häufig gestellte Fragen (FAQ): An geeigneten Stellen FAQ einbetten, um mögliche Zweifel der Benutzer zu klären und Absprünge zu reduzieren.

4. Vertrauenselemente
An entscheidenden Punkten (z. B. kurz vor dem Absenden von Informationen oder der Bezahlung) ist es wichtig, Vertrauen zu stärken. Geeignet sind:
- Qualifikationsnachweise: Wie Gewerbeanmeldung oder Branchenzertifikate, als Symbole oder Miniaturansichten, die bei Klick vergrößert werden können.
- Kundenreferenzen/Bewertungen: Echte Kundenlogos oder kurze Bewertungen, dabei auf Rechtskonformität achten und keine fiktiven Fälle erstellen.
- Datenschutzerklärung: In der Nähe von Formularen darauf hinweisen, dass Informationen streng vertraulich behandelt werden, um Bedenken zu reduzieren.
- Kundendiensthinweise: Wie Rückgaberegelungen oder Garantiezeiten, um Benutzern Sicherheit zu geben.
5. Hinweise zur Platzierung
Bei der Platzierung von Informationen sind folgende Punkte zu beachten:

- Nicht überladen: An jeder Stelle nur die 1–3 wichtigsten Informationen platzieren, um Ablenkungen zu vermeiden.
- Erwartungen erfüllen: Die Art der Informationen sollte mit dem aktuellen Ziel des Benutzers übereinstimmen, z. B. ist auf einer Registrierungsseite eine Datenschutzerklärung passender als Kundenreferenzen.
- Mobile Optimierung: Auf kleinen Bildschirmen Informationen präzise halten, einklappbar oder durch Klick erweiterbar gestalten.
- Testen und Iterieren: Durch A/B-Tests die Wirkung verschiedener Informationsplatzierungen vergleichen und auf Basis tatsächlicher Daten optimieren.
Zusammenfassung: Es gibt keine feste Vorlage für die Platzierung von Informationen auf dem Besucherpfad. Die Anordnung sollte flexibel an die Benutzerziele, den Seitentyp und die Prozesslänge angepasst werden. Die Kernregel lautet: Die richtigen Informationen an der richtigen Stelle platzieren, um Benutzern zu helfen, den Pfad erfolgreich zu durchlaufen. Es wird empfohlen, dass Betreiber von Unternehmenswebsites regelmäßig die Benutzerpfade überprüfen, um zu prüfen, ob an wichtigen Knotenpunkten Informationen fehlen oder überflüssig sind, und die Erfahrung kontinuierlich zu verbessern.


