Wenn Besucher auf Ihrer Serviceseite lange suchen, aber nicht verstehen, wie die Zusammenarbeit abläuft, welche Schritte es gibt oder was sie tun müssen, ist das Prozessdesign gescheitert. Die Verständlichkeit des Serviceprozesses zu verbessern, bedeutet nicht, „detaillierter zu schreiben“, sondern die richtige Ausdrucksweise im Voraus vorzubereiten. Dieser Artikel listet die wichtigsten Inhalte auf, die in vier Kernbereichen vorbereitet werden müssen, damit Sie bei der Erstellung oder Optimierung Ihrer Serviceseite einen klaren Überblick haben.
1. Zuerst den eigenen Serviceprozess klar strukturieren
Bevor Sie auch nur ein Wort schreiben, führen Sie eine interne Aufbereitung durch. Viele Unternehmenswebsites haben unklare Serviceprozesse, nicht wegen mangelnder Schreibfähigkeiten, sondern weil sie selbst nicht klar sind. Sie benötigen:
- Eine vollständige Schrittliste: Schreiben Sie jeden Schritt vom ersten Kundenkontakt bis zur endgültigen Lieferung auf, ohne wichtige Punkte zu übersehen. Z. B. Beratung, Angebot, Vertragsabschluss, Umsetzung, Abnahme, Kundendienst.
- Verantwortliche oder Abteilungen für jeden Schritt: Bei Teamarbeit klarstellen, wer für welchen Schritt zuständig ist, damit Besucher nicht das Gefühl haben, „niemand kümmert sich um mich“.
- Dauer oder Zeitrahmen für jeden Schritt: Keine genauen Versprechen, aber einen ungefähren Rahmen angeben, z. B. „in der Regel 1-2 Werktage Antwort“, um Erwartungen zu setzen.
- Liefergegenstände oder Ergebnisse jedes Schritts: Was erhält der Kunde nach diesem Schritt? Z. B. Anforderungsdokument, Designentwurf, Zwischenbericht – das schafft Vertrauen.
Nach der Aufbereitung fragen Sie sich: Wenn ich ein neuer Besucher wäre, wüsste ich nach dem Lesen, wie ich starten kann? Wenn die Antwort nein ist, verbessern Sie weiter, bis jeder Schritt klare Aktionen und Ziele hat.

2. Visuelle Darstellungsmaterialien vorbereiten
Reiner Text zur Beschreibung von Prozessen ist für die meisten Besucher schwer zu lesen. Sie sollten mindestens eine oder mehrere der folgenden visuellen Inhalte vorbereiten:
- Flussdiagramm oder Schrittgrafik: Zeigen Sie den Weg vom ersten bis zum letzten Schritt mit Pfeilen und Symbolen, intuitiv und klar. Platzieren Sie es oben oder an einer zentralen Stelle der Seite.
- Zeitachse oder Meilensteingrafik: Bei längeren Prozessen hilft eine Zeitachse, wichtige Punkte zu sehen, z. B. „Tag 1: Anforderungsbestätigung“, „Tag 3: Erstentwurf“.
- Einfache Symbole oder Nummern: Wenn keine komplexen Grafiken nötig sind, reichen Zahlen oder Symbole mit Untertiteln. Jeder Schritt bekommt ein Icon, visuell klarer.
Beachten Sie: Visuelle Darstellung muss nicht teuer sein. Ein klares statisches Bild oder eine einfache Skizze kann effektiver sein als langer Text. Entscheidend ist, dass Besucher die Hauptlinie des Prozesses auf einen Blick erfassen.
3. Texte für jeden Schritt schreiben
Visuelle Werkzeuge zeigen das Rahmenwerk, Texte erklären die Details. Sie benötigen:
- Schrittüberschriften: Kurz, umgangssprachlich, am besten direkt sagen, was der Besucher tun muss. Z. B. „Anfrage einreichen“ ist verständlicher als „Phase der Anforderungserfassung“.
- Schrittbeschreibungen: Ein oder zwei Sätze pro Schritt, die erklären, was der Besucher tun muss und was Sie bieten. Vermeiden Sie Fachjargon, es sei denn, Ihre Zielgruppe sind Fachleute.
- Häufige Fragen oder Hinweise: Wenn ein Schritt missverstanden werden kann, schreiben Sie es vorab. Z. B. „Ist eine Vorauszahlung nötig?“, „Wie lange dauert die Antwort?“ – diese vorausschauenden Fragen unter dem entsprechenden Schritt reduzieren Zweifel.

Achten Sie auf die Gesamtlänge. Jede Schrittbeschreibung sollte nicht mehr als 100 Wörter umfassen, zu lange Texte sind schwer lesbar. Bei viel Inhalt können Sie „Ausklappen“- oder „Details“-Buttons für sekundäre Informationen verwenden.
4. Seitenlayout planen
Nach Inhalten und Materialien brauchen Sie eine sinnvolle Seitenstruktur. Das ist zwar keine reine „Inhaltsvorbereitung“, beeinflusst aber die Verständlichkeit. Sie müssen festlegen:
- Position der Prozessdarstellung: Normalerweise in der Mitte oder im Kernbereich der Serviceseite, nicht weit unten. Ein einleitender Satz oben, z. B. „So arbeiten wir zusammen – in drei einfachen Schritten“.
- Priorität der Informationen: Wichtige Schritte zuerst, weniger wichtige später. Bei nur drei bis vier Schritten alles auf einem Bildschirm anzeigen; bei mehr Schritten in Gruppen darstellen.
- CTA-Buttons (Call-to-Action): Am Ende jedes Schritts oder Prozesses sollte ein klarer nächster Schritt stehen, z. B. „Jetzt beraten lassen“, „Anfrage einreichen“, „Termin vereinbaren“. Besucher sollen nicht ratlos sein, wie es weitergeht.
Berücksichtigen Sie die mobile Ansicht. Auf kleinen Bildschirmen müssen Flussdiagramme oder Tabellen vereinfacht oder neu angeordnet werden, damit sie auch auf dem Handy klar lesbar sind.

5. Häufige Fehler und Tipps bei der Vorbereitung
Bei der Vorbereitung gibt es einige Punkte zu beachten:
- Überversprechen vermeiden: Zeitrahmen, Ergebnisse und Leistungsumfang im Prozess müssen auf tatsächlichen Fähigkeiten basieren. Nicht zu idealistisch schreiben, sonst gibt es später Kundenbeschwerden.
- Kein Fachjargon anhäufen: Manche Unternehmen verwenden viele Fachbegriffe, um „professionell“ zu wirken, aber Besucher verstehen sie nicht. Verwenden Sie einfache Sprache, es sei denn, Ihre Zielgruppe sind Branchenexperten.
- Platz für Aktualisierungen lassen: Serviceprozesse können sich ändern. Gestalten Sie die Seite so, dass sie später leicht zu pflegen ist, z. B. Inhalte vom Code trennen, damit Redakteure Texte oder Bilder direkt ändern können.
Zum Schluss: Lassen Sie vor der Veröffentlichung ein paar Kollegen oder Freunde außerhalb der Branche die Seite ansehen und beschreiben, wie der Service funktioniert. Wenn sie es klar erklären können, ist die Vorbereitung gelungen. Wenn sie sagen, „es ist verwirrend“ oder „ich weiß nicht, wo ich anfangen soll“, müssen Sie weiter optimieren.


