Bei der Gestaltung des Artikelcovers wird das Prozessdiagramm häufig verwendet, um die Kernlogik des Artikels schnell zu vermitteln. Doch der Platz auf dem Cover ist begrenzt – bei einer Informationsüberflutung verlieren die Leser den Fokus. Welche Informationen eignen sich also für ein Prozessdiagramm auf dem Cover? Dieser Artikel gibt Empfehlungen aus den Perspektiven der Informationsauswahl und des Layouts.
1. Kernaufgabe des Prozessdiagramms auf dem Cover
Das Prozessdiagramm auf dem Cover ist kein Handbuch. Seine Aufgabe ist es, dem Leser innerhalb weniger Sekunden zu vermitteln, welcher Prozess im Artikel behandelt wird, wie viele Schritte es ungefähr gibt und wo die entscheidenden Punkte liegen. Daher muss die Information präzise sein. Priorität haben die folgenden drei Arten von Inhalten:
- Phasen des Prozesses: Zum Beispiel „Vorbereitung – Umsetzung – Kontrolle“ oder „Anforderung – Design – Entwicklung – Launch“, um dem Leser eine Erwartung an die Artikelstruktur zu geben.
- Wichtige Entscheidungspunkte: Wenn es im Prozess Verzweigungen gibt, die eine Bewertung erfordern, wie „Freigabe erteilt?“, können diese mit einer Raute oder einem Fragezeichen markiert werden, um die Aufmerksamkeit zu lenken.
- Endprodukt: Das Ergebnis, auf das der Prozess abzielt, wie „Veröffentlichung“ oder „Berichtserstellung“, damit der Leser weiß, welchen Nutzen der Artikel bietet.

2. Welche Informationen gehören nicht auf das Cover?
Das Prozessdiagramm auf dem Cover sollte folgende Inhalte vermeiden, da sie überladen wirken und ablenken:
- Detaillierte Beschreibung jedes Schritts: Konkrete Vorgehensweisen, Werkzeuge und Hinweise gehören in den Haupttext.
- Verzweigungen für Ausnahmefälle: Wenn der Prozess mehrere Ausnahmepfade hat, wäre das Diagramm auf dem Cover zu komplex. Nur der zentrale Hauptpfad sollte dargestellt werden.
- Konkrete Parameter wie Zeit und Anzahl: Zum Beispiel „in 3 Tagen abgeschlossen“ oder „5 Schritte“ – es sei denn, sie sind das zentrale Verkaufsargument des Artikels, müssen sie nicht im Diagramm hervorgehoben werden.
3. Layout und visuelle Führung
Damit das Prozessdiagramm auf dem Cover klar lesbar ist, empfehlen sich folgende Layout-Prinzipien:
- Von links nach rechts oder von oben nach unten: Folgen Sie der Leserichtung und vermeiden Sie zu viele Kreuzungen.
- Nur Schlüsselwörter an jedem Knoten: Zum Beispiel „Anforderungsanalyse“ oder „Inhaltserstellung“ statt ganzer Sätze.
- Farben zur Phasenunterscheidung: Verwenden Sie verschiedene Farbblöcke für unterschiedliche Phasen, aber nicht mehr als drei Farben, um Unordnung zu vermeiden.
- Klare Pfeile: Pfeile sollten eine eindeutige Richtung haben; Doppelpfeile nur bei Schleifen verwenden.

4. Beispiel: Relaunch-Prozess einer Unternehmenswebsite
Angenommen, das Thema des Artikels ist „Relaunch-Prozess einer Unternehmenswebsite“. Das Prozessdiagramm auf dem Cover könnte so gestaltet sein:
Phase 1: Bestandsaufnahme der alten Website → Phase 2: Planung der neuen Struktur → Phase 3: Seitendesign → Phase 4: Entwicklung und Tests → Phase 5: Launch und Wartung
Unter jeder Phase wird das jeweilige Kernprodukt notiert, wie „Liste der alten URLs“, „Seitenbaum“, „Designentwurf“, „Testbericht“ und „Veröffentlichungsprotokoll“. So erkennt der Leser auf einen Blick, welche Schritte der Relaunch umfasst und welche Ergebnisse in jeder Phase erzielt werden.

5. Anpassung an den Artikeltyp
Die Auswahl der Informationen für das Prozessdiagramm auf dem Cover hängt auch vom Artikeltyp ab. Bei einem Tutorial kann das Diagramm die Schrittfolge hervorheben; bei einer Erfahrungszusammenfassung den Phasenvergleich; bei einer Problemlösung die Entscheidungspunkte. Kurz gesagt: Das Diagramm sollte der Kernbotschaft des Artikels dienen und nicht alle Details zeigen.
Abschließend: Beim Entwerfen des Prozessdiagramms für das Cover lohnt es sich, zunächst alle möglichen Informationen zu sammeln und sich dann zu fragen: Welche Informationen muss der Leser bereits vorab kennen? Welche können im Haupttext stehen? So lässt sich der passende Inhalt auswählen.





